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Ein Kommentar zum „Waldkraxler-Vorfall"

Aufregen – aber bitte richtig!

Von Martin

Am Wochenende kam es zu einem vermeintlichen Einbruch im Wiesseer Waldkindergarten, Spielzeug wurde geklaut. Im Laufe des gestrigen Abend stellte sich zwar heraus, dass die „Übeltäter“ zwei Kinder waren. Doch einige Kommentare waren da schon getippt.

Auf die Nachricht des vermeintlichen Diebstahls im Wiesseer Waldkindergarten folgten einige Kommentare.

Ein Kommentar von Martin Calsow:

Armes Deutschland. Danke, Merkel. Jetzt klauen schon die Schratzen. Könnte man sagen. Die „Waldkraxler“ in Wiessee (für Ortsfremde: keine Seniorenwandergruppe, sondern ein Kindergarten) wurden von einer heimtückischen Bande heimgesucht. Könnte man sagen. Oder einfach: Spielzeug verschwand. Wir schauen mal.

Kaum war die Nachricht draußen, kochte die Seele im Netz. „Früher war alles besser, bestimmt das fremde Gesocks“ – Hass und Vorurteil tippen sich schnell. Am Ende waren es Kinder, die die Spielsachen entwendet hatten. Früher gab es Ärger und rote Ohren, heute wird entschuldigt. Am Ende muss man schmunzeln.

Denn es ist ein Unsinn, bei jeder vermuteten Tat gleich Feurio zu rufen. Es gibt die Polizei und die Justiz. Funktioniert in der Regel prima, wie man gerade beim Doppelmord in Königsdorf gelernt hat. Auch wenn Verstrahlte von „Wegelagerern“ reden und sich Polizisten bei Kontrollen den letzten Stuss anhören müssen („wenn man euch braucht…“, „habt ihr nix besseres zu tun?“).

Fehlende Zivilcourage

Nicht so dufte ist heute die Zivilcourage und das Rückgrat bei einigen. Da sind die Herrschaften, die vor einiger Zeit einen jungen Mann bei einem Waldfest zusammengedroschen haben, und bis heute nicht die Eier haben, sich zu stellen.

Oder die feige Person, die die Frau in Rottach zu Tode gefahren hat. Ein Fall, der bisher nicht aufgeklärt werden konnte. Diesen Menschen sei gesagt: wir vergessen euch nicht. Und die Staatsmacht auch nicht. Über diese Feiglinge kann man – nein, über diese Menschen muss man sich aufregen.

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