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Der Döner-Wagen in Dürnbach

Außen pfui? Innen hui!

Von Nicole Kleim

Der Imbisswagen an der Münchner Straße in Dürnbach ist beliebt. Optisch jedoch ist er vielen „ein Döner“ im Auge. Nicht schön, sagen die einen. Renovierungsbedürftig, finden die anderen. Unhygienisch, glauben die, die sich nicht trauen, anzuhalten. Wir haben die Sauberkeit einfach mal spontan unter die Lupe genommen.

Der Döner-Stand in Dürnbach. Für manche eine optische Zumutung, anderen wiederum kommt es auf den Geschmack im Fladenbrot an.

Dönerwagenbetreiber Cem Cinar (42) hat es nicht leicht. Vorletztes Wochenenende brachen Unbekannte gleich zweimal in seinen Döner-Stand in Dürnbach ein und entwendeten die Registrierkasse. Die Beute: 100 Euro. Beim ersten Einbruch schlugen die Täter ein Loch in die Tür des umgebauten Wohnwagens.

Beim zweiten Mal nahmen sie ein Beil mit, zerstörten die Registrierkasse und entwendeten das übrige Münzgeld. Jetzt, eine Woche nach dem Einbruch, stehen wir an der Döner-Bude und wollen uns unangemeldet bei ihm umschauen. Ohne zu zögern lässt uns Cinar filmen:

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=jlYl1Gss9mk&w=740&h=402]

Inzwischen ist die Tür wieder repariert, das Grillfleisch dreht sich erneut, nur die Täter laufen noch immer irgendwo frei herum. „Bloß kein Döner“ – denkt sich so mancher, der an der türkischen Imbissbude vorbeifährt. Und ist nicht nur optisch von der am Straßenrand parkenden Bude irritiert.

„Wahrlich kein Augenschmaus“, so hört man des Öftern oder Worte wie: „Hier wäre mal eine Renovierung von außen nötig.“ So überfällt den ein oder anderen allein bei der Vorstellung das Grausen, Fleisch zu essen, das auf einen vertikalen Spieß gepackt und in einem Caravan gegrillt wird.

Kein Augen-, dafür ein Gaumenschmaus

Und dann sind da ja noch die Hähnchen, die sich unaufhörlich um ihre eigene Achse drehen, während sie in der Hitze schmorend auf Erlösung warten. 20 bis 30 verkauft Cinar am Tag. „Das ist wetterabhängig“, sagt er. Im Winter verkaufe er weniger. Viel Platz zum Bruzzeln hat er allerdings nicht in seinem Anhänger. Cengriz, ein Freund von ihm, hilft ihm dabei.

Unser Eindruck im Döner-Wagen: es ist aufgeräumt und sauber. Das Spülbecken ist leer, der Fußboden ohne Dreck, der Salat liegt frisch geschnitten in einem Behälter, die Pommes sind kurz vorm Verschwinden im heißen Fett, und die Alufolie zum Verpacken der Döner liegt schön ordentlich neben der Klarsichtfolie. Auch der Soßendeckel wird sofort nach Verwendung wieder geschlossen.

Allen Unkenrufen zum Trotz bestätigt der Biss in den Döner: Über den Geschmack der Bude von außen lässt sich streiten, aber der Geschmack im Fladenbrot ist unbestritten gut.

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