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Cannabis für Frauen – Heilung bei Regelschmerzen

Viele Frauen kämpfen jeden Monat mit Regelschmerzen. Egal ob vor, während oder nach der Periode, die Krämpfe im Unterleib und die damit zusammenhängenden Bauch- und Rückenschmerzen können oftmals unerträgliche Maße erreichen. Viele Frauen sind daher im Alltag von Schmerztabletten abhängig, die jedoch nur bedingt zum Erfolg führen. Nun soll Cannabis Linderung schaffen. Als Medikament gegen chronische Schmerzen wurde es bereits in der Krebstherapie und bei Multipler Sklerose erfolgreich angewendet. Nun sollen Sorten wie OG Kush Frauen auch im Alltag unterstützen.

Wenn Wärmflasche, Melissentee, Sport und der Verzicht auf Alkohol nichts mehr bringen, dann greifen Frauen während ihrer Periode auch gerne mal zu Aspirin, Buscopan oder Ibuprofen. Doch viele Frauen möchten das nicht mehr. Im Bundesstaat New York geht man daher einen Schritt weiter. Dort ist seit 2014 medizinisches Cannabis legal, nun diskutiert man darüber, ob man ein Rezept auch bei Regelschmerzen ausschreiben kann.

Medizinisches Cannabis wird bereits – auch in Deutschland – für viele chronische Leiden angewendet. Patienten, die unter Multiple Sklerose leiden, an HIV erkrankt sind oder eine Chemo-Therapie machen dürfen legal Cannabis beziehen, um ihre Leiden zu mindern. Cannabinoide, die Wirkstoffe, die im Cannabis enthalten sind, haben unterschiedliche Eigenschaften, die den Leiden der Patienten zuträglich sein können. THC ist für den psychoaktiven Rausch verantwortlich und lindert schmerzen; CBD (Cannabinidol) wirkt muskelentspannend und löst krämpfe.

Wenn Frauen unter PMS (Prämenstruelles Syndrom) leiden, dann kommen sehr häufig Krämpfe vor. Die Muskeln im Uterus ziehen sich zusammen und durchbrechen dabei die Durchblutung der Gefäße. Das kann mitunter sehr schmerzhaft sein. Daher ist die Anwendung von Cannabis bei Regelschmerzen sehr naheliegend.

Der New Yorker Gesetzesentwurf sieht aber nicht vor, dass man das Gras als Joint rauchen kann. Stattdessen sollen richtige, medizinische Produkte auf den Markt gebracht werden, etwa Lutschpastillen, Sprays, Kapseln oder Pflaster. In den USA ist man allerdings einige Schritte weiter als in Deutschland. Hierzulande ist Cannabis nur für Schwerkranke in Form von Cannabisblüten und -extrakt verfügbar. Jedoch laufen die Diskussionen darum, welche weitere Krankheitsformen aufgenommen werden dürfen.

Die Wirkung von Cannabis auf Regelschmerzen wurde allerdings noch nicht untersucht. Aufgrund der langen Prohibition gibt es überhaupt sehr wenige Studien zum Thema Cannabis. Das mag sich in der Zukunft vielleicht ändern – jedoch haben wir derzeit keine handfesten Beweise für die positive Auswirkung von Cannabis auf PMS-Symptome.


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