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Befürworter des Sportzentrums mobilisieren für Standort Kreuzstraße

„Dann haben wir ein paar Jahre gar keine Sporthalle“

Von Nicole Posztos

Vor Kurzem hat die Gemeinde Otterfing die Pläne zum neuen Sportzentrum bekannt gegeben. Seither regt sich Widerstand. Zu massiv, zu weit weg, zu teuer, sagen die Kritiker, die über 730 Stimmen für ein Bürgerbegehren gesammelt haben.

Die Planung sei alternativlos, betonen die Befürworter um Florian Rothbauer. Wer sich am Ende durchsetzt, ist völlig offen. Klar ist nur, der Kampf um die Deutungshoheit hat begonnen.

Florian Rothbauer ist für das Sportzentrum an der Kreuzstraße.
Florian Rothbauer ist für das Sportzentrum an der Kreuzstraße.

Nachdem die Gegner des Standortes Kreuzstraße in den letzten zwei Wochen über 730 Stimmen für ein Bürgerbegehren zur Abstimmung über den Standort der zukünftigen Otterfinger Sportanlagen gesammelt haben, melden sich nun auch die Befürworter der Kreuzstraße zu Wort.

Gemeinderat Florian Rothbauer will dabei vor allem Missverständnisse aus dem Weg räumen. Viele würde derzeit glauben, dass am Altstandort eine Alternative bestehe. Doch Rothbauer warnt explizit davor:

Bei einer alternativen Lösung am bisherigen Standort steht der Ort einige Jahre ohne Sporthalle da.

Die Gemeinde habe, so Rothbauer, eine soziale Verantwortung auch im Sport: “Wenn wir die alte marode Halle abreißen und eine neue Halle bauen, wird der TSV Otterfing lange Zeit den Sportbetrieb in einigen Bereichen einstellen müssen.” Was Rothbauer besonders freut, ist die Unterstützung der Otterfinger Sportlerin Chiara Heitkamp. Die Bayerische Vizemeisterin im Siebenkampf und derzeit beste bayerische Weitspringer in der U16 hat sich sogar mit einer Videobotschaft auf Youtube an die Bürger ihrer Gemeinde gewendet. Darin ruft sie auf, das Projekt an der Kreuzstraße zu unterstützen.

Ihr Trainer Tobias Heller ist auf alle Fälle überrascht von der positiven Resonanz: „Ich merke natürlich, dass sie auf Facebook Zuspruch findet. Das sind überwiegend junge Menschen, da die im sozialen Netzwerk aktiver sind. Aber sie wird im Fitness-Studio direkt von vielen Sportlern älteren Semesters angesprochen.“

Für Heller ist der Antrag für das Bürgerbegehren nicht demokratisch. Es sei ausschließlich ein klares “Nein” gegen die Kreuzstraße. “Bei der vorliegenden Formulierung würde es mich wundern, wenn das beim Landratsamt so durchgeht.” Prinzipiell findet es Heller aber gut, dass die Otterfinger befragt werden sollen.

Gemeinderat entscheidet über Zulässigkeit

Die Entscheidung, ob das Bürgerbegehren überhaupt zugelassen wird, trifft der Otterfinger Gemeinderat wahrscheinlich in einer Sonder-Sitzung noch im Dezember. Innerhalb eines Monats nach Eingabe des Antrags muss das Gremium über die Zulässigkeit entscheiden. Abgelehnt werden darf es aber nur, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen für einen Bürgerentscheid nicht gegeben sind.

Heute haben die Initiatoren der Gemeinde die Unterschriftenliste zum Bürgerentscheid um das Otterfinger Sportzentrum übergeben
Die Initiatoren Christl Stolz, Josef Killer und Hertha Böhner haben am 28. November die Unterschriften zum Bürgerentscheid um das Otterfinger Sportzentrum übergeben.

Denn nicht das Begehren, das am 28. November im Rathaus überreicht wurde, ist für den Standort Nordring ausschlaggebend, sondern der damit beantragte Bürgerentscheid. Der Bürgerentscheid muss innerhalb von drei Monaten nach Zulassung des Bürgerbegehrens durchgeführt werden. Den Termin legt der Gemeinderat fest. In dieser wichtigen Angelegenheit dürfen die Bürger, dann vermutlich im März 2015, in einer Wahl, über die Standortfrage Sportzentrum Otterfing selbst entscheiden.

Und bis dahin wird der Kampf über die Deutungshoheit in der umstrittenen Frage nach dem richtigen Standort weitergehen. So wollen Rothbauer und seine Mitstreiter mit einer eigenen Homepage über die Argumente für die Kreuzstraße werben. Unter www.sportzentrum-otterfing soll diese am Montag, den 8. Dezember 2014 offiziell online gehen. Auch zahlreiche Befürworter sollen dort, so Rothbauer abschließend, zu Wort kommen.

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