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Warum ein Wiesseer sein Haus bemalen lies

„Das war schon immer mein Traum“

Von Nina Häußinger

Der Wiesseer Sepp Probst hatte großes Glück, sagt er. Glück Michele Nardiello gefunden zu haben. Denn Nardiello – italienischer Kunstmaler – konnte das umsetzen, was Probst schon lange als Traum mit sich herumtrug. Sein Haus am Wiesseer Söllbach sollte nach seiner Vorstellung bemalt werden.

Der in Garmisch wohnhafte Künstler, der vor allem im Bereich der Trompe-l`oeil Malerei bekannt geworden ist, machte sich vor drei Jahren ans Werk. Mitte 2012 war das Projekt fertig.

Sepp Probst mit Frau und Hund vor dem bemalten Haus

„Das war schon immer mein Traum.“ Probsts Antwort zu seiner Motivation für das ungewöhnliche Kunstwerk kommt wie aus der Pistole geschossen. „Es hat allerdings lange gedauert, bis es endlich geklappt hat. Ich hatte ursprünglich schon jemanden aus Schliersee beauftragt. Der ist aber nie gekommen und hat immer wieder abgesagt.”

Dann habe ihm ein befreundeter Maler von Michele Nardiello erzählt. Eine Woche später sei er da gewesen und habe sofort losgelegt.

Projekt dauerte drei Jahre

Die Motive für die Fassadenmalerei hat Probst sich aus alten Büchern zusammengestellt. Und Michele Nardiello konnte diese perfekt umsetzen.

Das ist nicht wie bei der alten Lüftlmalerei, dass das Bild immer schircher wird je näher man ran geht. Es ist auch wenn man direkt davor steht, noch so schön wie von weitem und unglaublich detailgetreu und genau gemalt.

Insgesamt über drei Jahre zog sich die Arbeit hin. Mit eingerechnet die Zeiten, in denen das Werk trocknen musste, bevor es wieder weiterging.

„Der Giebel war innerhalb von zwei Wochen fertig. Da hat Nardiello aber auch nicht die ganze Zeit durchgearbeitet, sondern ist zwischendurch oft spazieren gegangen und hat sich seine Pausen genommen. Ist ja auch verständlich, bei so einer aufwendigen Arbeit, die so viel Konzentration fordert,“ so Probst

Nur positive Reaktionen

Auch Probsts Familie und Freunde seien von Anfang begeistert von der Idee gewesen, das eigene Haus bemalen zu lassen. Es habe, so Probst, nur positive Reaktionen gegeben. So ein bemaltes Haus verschönere ja auch den ganzen Ort ungemein, ist sich der Wiesseer sicher.

“Nach Garmisch zum Beispiel zieht es viele Touristen nur aufgrund der zahlreichen bemalten Häuser.“

Anscheinend ist die kostspielige Bemalung auch eine Investition, die sich lohnt. Denn solange es nicht permanent an die Hausmauer regnet, müsste das Werk für mehrere Generationen halten. “In Garmisch gibt es noch solche Häuser von 1870.“

Zu den Kosten will sich Probst nicht äußern. “Kostspielig” sei es gewesen. Aber am Ende habe er sich einfach seinen ganz persönlichen Traum erfüllen wollen. Und nebenher gleichzeitig eine Augenweide für Wanderer und die Wiesseer Einwohner geschaffen.


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