Kommt man den Anliegern beim Hochwasserschutz entgegen?
Den Moosbach im Zaum halten

von Nadja Weber

Der Hochwasserschutz am Moosbach polarisiert. Schon seit 2007 arbeitet die Gemeinde Gmund an dem Projekt. Am kommenden Montag will die Gemeinde nun die Bürger über die neuesten Entwicklungen informieren. Spannend ist, ob eine Lösung mit den Anliegern gefunden werden kann.

Wird die Gemeinde die Anliegen der Anwohner berücksichtigen?
Wird die Gemeinde die Anliegen der Anwohner berücksichtigen?

Über das Ziel sind sich Anlieger und Gemeinde einig: Moosrain soll künftig besser vor Hochwasser geschützt werden. Die Gemeinde plant, den Moosbach auszubauen, damit er künftig mehr Wasser fassen kann. Doch wie genau dieses Vorhaben umgesetzt werden soll, darüber gibt es zwischen Gemeinde und Anliegern noch Streit.

Streit mit Anliegern

Denn diese müssten bei der Umsetzung Teile ihres Grundstücks abgeben und reichten deshalb eine Petition im Bayerischen Landtag ein. Im März 2014 legte der Petitionsausschuss die Anfrage zwar wieder zu den Akten. Der Gmunder Bürgermeister Georg von Preysing war jedoch gesprächsbereit. Am kommenden Montag sollen nun alle Betroffenen im Rahmen einer Informationsrunde zum Hochwasserschutz am Moosbach über die neuesten Überlegungen informiert werden.

Denn nach dem Hochwasser 2013 haben Vertreter des Wasserwirtschaftsamts die Wassermenge neu berechnet, die der Moosbach bei Starkregen verträgt, bis das Wasser über die Ufer tritt. Damals berichtete Frank Kleist vom Ingenieurbüro SKI, welches mit den Hochwasserschutzmaßnahmen beauftragt wurde: „Sind wir im Falle eines hundertjährigen Hochwassers bislang von einem Abfluss von 7,5 m³/sec aus dem Speicherbecken in den Moosbach ausgegangen, können wir dank der neu gewonnenen Erkenntnisse diesen Wert nun mit 5,3 m³/sec beziffern.“

Los geht es um 19 Uhr im Gmunder Neureuthersaal. Bürgermeister von Preysing stellt zusammen mit dem Ingenieurbüro SKI die verschiedenen Möglichkeiten vor, wie das Hochwasserschutzkonzept am Moosbach umgesetzt werden kann.


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