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Gmunder haben Bedenken

Ein Bootshaus als Wohnung am Tegernsee?

Die Seelage am Ortsende von Gmund könnte nicht schöner sein. Nun soll über einem Bootshaus noch eine Zwei-Zimmer-Wohnung entstehen. Doch bei dem Bauvorhaben bekommen die Gmunder Gemeinderäte kalte Füße.

Aus der Bootshütte neben der gemauerten Doppelgarage soll eine moderne Wohnung mit viel Glas werden.

Noch ist es erst eine Bauvoranfrage, die dem Ortplanungsausschuss in Gmund diese Woche vorliegt. Doch daraus wird ersichtlich, was Bauherrin Gabriele Rädisch im Schilfgürtel am See plant. Ein neues Wohnhaus hat sie auf dem Seegrundstück bereits errichtet. Nun soll auch noch das Bootshaus „saniert und erweitert“ werden, so Bauamtsleiterin Christine Wild.

Geplant sei, das Bootshaus, das bereits im Außenbereich liege, auf die Höhe der angrenzenden Doppelgarage zu bringen. Das Ergebnis wäre dann eine Wandhöhe von drei Metern statt bisher 2,20 Meter. Auch eine Erweiterung um zwei Meter nach Westen Richtung See ist geplant. Damit könnte dort dann eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit Küche, Bad und einer großen Terrasse zum See über den Bootseinstellplätzen entstehen. Eine kleine genehmigte Wohnung gebe es bereits seit 1971.

Zur Vorsicht gemahnt

Das grundsätzliche Problem sei jetzt, verdeutlicht Wild, dass Gmund in „Teilbereichen nicht mehr zuständig“ sei, weil die geplante Erweiterung nach Westen bereits in das „Hoheitsgebiet“ der Stadt Tegernsee als Vertreterin der Schlösser- und Seenverwaltung falle. Auch das Landratsamt habe laut Wild Vorbehalte, da „öffentliche Belange“ beeinträchtigt würden.

Zudem sieht die Bauamtsleiterin ein Problem mit der großen Glasfassade, die „kleinteiliger“ werden müsste. „Schließlich sei dies die Hauptansicht vom See“, gibt Georg Rabl (FWG) zu bedenken. Auch Herbert Kozemko (CSU) hatte Einwände. Bisher sei die „reinrassige Wohnnutzung“ wegen des fehlenden Sanitärbereichs ausgeschlossen gewesen.

Mit der ausgewiesenen Wohnung sei der Fall nun anders. „Da machen wir jetzt ein ganz anderes Fass auf“, so Kozemko, deshalb solle man hier etwas vorsichtiger sein. Seiner Ansicht nach müsse geklärt werden, ob die damalige Wohnnutzung auf den Neubau übertragbar sei. Das Landratsamt würde hier kein Problem sehen, meint Wild. „Doch damit wir da keinen Fehler machen“, so Bürgermeister Georg von Preysing (CSU), „stellen wir das Projekt zurück“. Schließlich sei es erst eine Bauvoranfrage, bei der es keine Fristen gebe. Alle Ausschussmitglieder stimmen für eine Wiedervorlage.


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