Eine Notlösung auf Zeit

Zehn neue Asylbewerber sind vergangene Woche in die Föchinger Turnhalle gezogen. In den nächsten Wochen werden voraussichtlich noch 20 weitere dazu kommen. Dann ist die Halle voll. Doch die Verantwortlichen stellen klar: Das ist nur eine Notlösung.

Hier sind die Asylbewerber untergebracht
Hier sind die Asylbewerber vorübergehend untergebracht

„Wir wussten, dass ab Anfang Mai mehrere Asylbewerber zu uns kommen sollten, doch wann und wie viele haben wir erst vor wenigen Tagen erfahren“, erklärt Holzkirchens Bürgermeister Olaf von Löwis.

Also musste auch spontan auf die „Neulinge“ reagiert werden. Am besten war dafür die Turnhalle geeignet, denn: „die kann am schnellsten und einfachsten umfunktioniert und –gebaut werden. Eine gute, aber trotzdem nur eine Notlösung“.

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Nichts für den Winter

Diese Notlösung muss nun erst mal für ein paar Monate herhalten. Es wurden extra Container mit sanitären Anlagen und einer Küche aufgestellt. Der Rathauschef findet diesen Ort aber nicht ideal. Vor allem wegen der schlechten Anbindung an Geschäfte und Helfer. „Ich hoffe, dass bis zum Winter eine andere Lösung parat ist“, äußert sich Löwis.

Gemeinsam mit dem Helferkreis werden zurzeit Pläne ausgearbeitet. „Das haben wir bei den Vorgängern auch geschafft. Und mithilfe der zahlreichen Helfer kriegen wir das hin.“ Bis dahin muss die Turnhalle für maximal 30 Menschen als neue Heimat dienen.

Flüchtlinge kaum in der Halle

Maria Korell als Integrationsbeauftragte Holzkirchens hat die neuen Asylbewerber als sehr positiv empfunden: “Sie haben ihr neues Heim sehr aufgeschlossen betreten. Ganz besonders haben sie sich über den Basketball oder die Turnringe gefreut.”

Generell sind die Männer kaum in der Halle zu treffen, denn sie sind viel unterwegs. Sie machen Sport, gehen schwimmen oder machen Ausflüge nach München.

Das freut Korell sehr, denn das macht Integration auch ihrer Sicht aus. Den Standort Turnhalle findet sie nicht schlimm, denn die Männer gehen einfach zu Fuß. “Die Asylbewerber sind teilweise von Afrika bis hierher gegangen. Für sie ist ein Kilometer etwas ganz anderes als für uns.”

Dennoch ist auch für sie die Turnhalle nur eine Übergangslösung. Einer der Zehn ist auch bereits nach wenigen Tagen wieder in eine andere Unterkunft gezogen, da er dort Bekannte hatte. Korell wartet nun aber schon auf die nächsten Ankömmlinge. “Ich hoffe, dass auch sie sich genauso wohl fühlen.”

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