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Zuglärm in Grub beschäftigt den Valleyer Gemeinderat

Frisierte Fanfare

Von Florian Eiler

Zuglärm kann die Lebensgewohnheiten von Menschen massiv beeinflussen. Mitunter macht die Lärmbelästigung krank. In Grub werden Bürger regelmäßig durch das Pfeifen des Meridians aus dem Schlaf gerissen. Der Gemeinderat in Valley hat sich in seiner Sitzung am Dienstagabend des Zuglärms angenommen.

Schön, wenn der Zug fährt. Nicht schön, wenn er einen aus dem Schlaf reißt. Bild: http://bahnland-bayern.de
Schön, wenn der Zug fährt. Nicht schön, wenn er einen aus dem Schlaf reißt. Bild: http://bahnland-bayern.de

„Wir werden den Betreiber noch einmal anschreiben“, erklärt Bürgermeister Andreas Hallmannsecker am gestrigen Abend auf der Gemeinderatssitzung in Valley. Es war das Ende einer lebhaften Diskussion.

Bernhard Schäfer (Freie Wähler) hatte vorher unter dem Tagesordnungspunkt „Unvorhergesehenes“ darauf hingewiesen, dass Bürger in Grub sich erneut über das massive Pfeifen des Meridians um fünf Uhr früh beschwert hätten. Das Problem ist nicht neu.

Im Bereich Teufelsgraben bei Grub kommt es seit Ende letzten Jahres zu dem frühmorgendlichen Schienenverkehrslärm. Seit dieser Zeit fährt der Betreiber, die Bayerischen Oberlandbahn mit neuen Triebwagen von München über Rosenheim nach Salzburg und Kufstein.

Hallmannsecker sagte: „Wir haben den Betreiber angeschrieben und die berufen sich auf das Eisenbahnkreuzungsgesetz.“ Das Gesetz regle die Handhabung mit Kreuzungen von Eisenbahnen. In dem Bereich seien Fußgängerüberwege und die Zugführer müssten ein Signal geben.

Fußgängerüberwege als Problem

Schäfer und andere Räte wollten wissen, ob man an der Lautstärke des Warnzeichens nichts ändern könne. Bevor die neuen Triebwagen eingesetzt wurden, hätte es keine Beschwerden gegeben. Lorenz Hilgenrainer (Valleyer Liste) schlug vor, die „alte Hupe“ wieder zurückzuholen. Aus der Runde hieß es außerdem, der Zug führe sicher nicht mit Absicht mit einer “frisierten Fanfare.” Josef Huber, ebenfalls VL, meinte: „Wir können die Fußgängerüberwege auflösen, dann haben wir das Problem nicht mehr.“

Ein Rat aus der Ecke der CSU unterstützte ihn dabei. „Wenn wir die Übergänge auflösen, ist die Bahn sofort dabei. Aber das ist doch nicht die sicherste Lösung“, erwiderte der Rathauschef. Er wies auf den Bahnhof in Darching hin. Obwohl ein Übergang an der Straße sei, marschieren die Leuten am Morgen über die Gleise.

Weiter wurde über die Dauer des Warnsignals und die Dezibelregulierung diskutiert. Von einigen Bürgervertretern kam auch die Vermutung zur Sprache, dass es dem Betreiber sehr gelegen käme, wenn die Beschwerden zunähmen und letztendlich die Gemeinde die Übergänge schließen würde.

Schließlich machte Hallmannsecker den Vorschlag, sich erneut schriftlich an die Bahn zu wenden. Mit siebzehn zu null Stimmen wurde das Vorhaben einstimmig abgesegnet. Bis zu einer Entscheidung wird der Tag im Teufelsgraben also weiterhin mit einem „meridianen“ Pfeifen angekündigt.


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