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Aufwendige Organisation der BR-Radltour

Gewappnet für den Radl-Schwarm

Von Daniela Otto

Sie werden kommen. 1.200 Radfahrer werden am 2. August wie ein Schwarm in die Marktgemeinde einfallen. Denn Holzkirchen ist das erste Etappenziel der 25. BR-Radltour. Und bereits im Vorfeld der Organisation ist klar: Es wird ein Riesenevent.

"Wo wir fahren, fährt sonst niemand mehr" - die BR-Radltour ist ein Großevent.
“Wo wir fahren, fährt sonst niemand mehr” – die BR-Radltour ist eine Großveranstaltung.

Trikot statt Janker – der Holzkirchner Bürgermeister lässt sich schon einmal modisch auf das bevorstehende Großevent einstimmen. „Wir sind der richtige Ort für die erste Etappe“, sagt Olaf von Löwis. Wolfgang Slama vom Bayerischen Rundfunk, der die Jubiläumstour mitorganisiert, hat ihm ein personalisiertes Trikot überreicht, das auch die 1200 Teilnehmer der Tour tragen werden.

Apropos Stimmung: Die ist überhaupt gut. Beim gestrigen Pressegespräch schwelgt Slama quasi inflationär in Superlativen, wenn er von dem bevorstehenden Ereignis spricht. Dieses sei „das letzte große Abenteuer Europas“, „menschlich eine sehr schöne Veranstaltung“, es gelte das Motto „wo wir fahren, fährt sonst niemand mehr“ beziehungsweise „tagsüber radeln, dann feiern.“

Zwischen Klassenfahrt und Festival-Feeling

Zum 25. Mal findet die vom Bayerischen Rundfunk organisierte Radtour nun statt und Holzkirchen wird am 2. August – übrigens ein Samstag – das erste Etappenziel sein. Die Radler starten an diesem Tag morgens in Kufstein/Tirol, machen in Bad Aibling Mittagspause und kommen nachmittags von Oberlaindern über die Tegernseer Straße auf dem Marktplatz in Holzkirchen an. Von dort aus geht es in die Nachtquartiere in der Realschule (Probst-Sigl-Straße) und der Sporthalle am Batusa Bad (Baumgartenstraße).

So wie Slama das Ereignis schildert, pendelt es sich gefühlsmäßig irgendwo zwischen überdimensionaler Klassenfahrt und Festival-Feeling ein. International ist es noch dazu: Die Teilnehmer kommen unter anderem aus der Dominikanischen Republik, der USA oder Israel.

Von Kufstein bis nach Würzburg: So sieht die Strecke der Tour aus.
Von Kufstein bis nach Würzburg: So sieht die Strecke der Tour aus.

Doch damit der guten Laune nichts dazwischen kommt, erfordert es eine penible Organisation. Die beginnt schon bei der Anreise: Die Teilnehmer werden in Sonderzügen der Bahn nach Kufstein transportiert, wo die große Sause mit einem ersten Open-Air und politischem Beistand – personifiziert durch Staatsministerin Christine Haderthauer – startet.

Bei Slamas Schilderung eines typischen Tages wird klar: In der einen Woche dreht sich vieles um den Auf- und Abbau der mobilen Eventlocation. So werden in Kufstein um 24 Uhr Bühne sowie Stände abgebaut und von LKWs nach Holzkirchen transportiert, wo diese gegen drei Uhr morgens ankommen. Im Laufe des Vormittags beginnt dann erneut der Aufbau der Bühne. Gegen Mittag kommen die Transporter mit dem Material der Teilnehmer an, die selbst gegen 16:30 im Ort eintreffen.

Die Begrüßung der Radler sei, so Slama, „ein emotionales Highlight“. Erwartet werden zwischen 5.000 und 6.000 Besucher, die sich abends über ein Open-Air-Konzert mit den Bands Cagey Strings und KANSAS freuen dürfen. Moderiert wird das Event von Roman Roell, bekannt aus der Sendung „Bayern 3 am Vormittag“.

Viele Straßen werden gesperrt

Im Markt ist also große Party angesagt und all jene, die sich im Ortskern schon immer eine Fußgängerzone gewünscht haben, dürfen sich freuen: Am Freitag, den 1. August, werden um 13 Uhr die Parkplätze am Herdergarten sowie am Marktplatz gesperrt.

Ab Samstag um 9 Uhr ist zudem die Kreuzung am Marktplatz an der Tölzer-/Tegernseer-/Müncher-Straße, der Oscar-von-Miller-Platz und die Marienstraße dicht. Auch der Wochenmarkt wird in die Thanner Straße am Eisstadion verlegt.

Stilsicher und sportlich: Olaf von Löwis lässt sich modisch auf das bevorstehende Event einstimmen.
Olaf von Löwis lässt sich auch modisch auf das bevorstehende Event einstimmen.

Doch geplant will nicht nur die Strecke sein, sondern auch die Versorgung der Radler. Wie Frank-Ulrich John, Pressesprecher des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, sagt, seien Fahrradfahrer auch „Genussradler“. Sprich: Das alte Klischee vom sparsamen, in der Jugendherberge nächtigenden Asketen sei vorbei. „Radler wollen etwas für ihren Körper tun“, so John. Und dazu gehört auch eine ordentliche Ernährung.

Auch eine kulinarische Tour

Damit die Sportler und die Gäste satt werden, stehen Hans Vogl (Altwirt Hartpenning), Udo Falke (Alte Post) und Manfred Papst (Oberbräu) bereit. Kulinarisches Highlight: Der Holzkirchner Surkrustenbraten mit Kartoffelsalat und Sahnemeerettich.

Sport, Party, Schweinsbraten – die BR-Tour schmeckt nach einer guten Sache. Für von Löwis stellt sich schließlich noch eine Frage: Wie man das alles – sieben Tage Sport und Party – eigentlich aushalte und ob dafür die doppelte Kondition vonnöten sei. Man brauche die dreifache Kondition, lacht Slama. Der zugleich schon an das nächste Jahr denkt. Denn: „Nach der Tour ist vor der Tour.“


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