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Goodbye Deutschland? Diese Fragen sollte sich jeder vor der Auswanderung stellen

Ein toller Job, die große Liebe oder einfach nur besseres Wetter – Es gibt viele Gründe, in Deutschland die Zelte abbrechen zu wollen und den Umzug in andere Gefilde zu wagen. Doch auch wenn Geschichten von Auswanderern oft glamourös oder romantisch klingen, so easy ist es nicht, sich in einem fremden Land ein Leben aufzubauen. Wer mit dem Gedanken spielt, sollte im Vorfeld also ausgiebig prüfen, ob der Aufbruch wirklich etwas für ihn oder sie ist. Dieser Artikel stellt wichtige Fragen vor, die bei der Entscheidungsfindung helfen.

Frage #1: Kann ich mir das leisten?

Diese Frage ist wohl die wichtigste Frage von allen, deshalb kommt sie an erster Stelle. Ein Umzug in ein anderes Land ist nämlich in erster Linie eines: teuer. Schließlich geht es darum, sein ganzes Leben an einen anderen Ort zu verfrachten – und auch wenn der Auszügler sämtliche Möbel vor Ort einkauft, das restliche Hab und Gut muss häufig kostspielig befördert werden. Auch ein Visum kann ein tiefes Loch in den Geldbeutel fressen. Geht die Reise in die USA, kommt noch die Frage hinzu: Benötige ich ein ESTA oder ein Visum? Wer im Zielland einen Job in Aussicht hat, tut sich einfacher mit der Beantwortung der Geldfrage. Wer das nicht hat, sollte ernsthaft überlegen, ob der richtige Zeitpunkt gerade jetzt ist.

Frage #2: Was wünsche ich mir vom Leben dort?

Ist es der nächste Schritt auf der Karriereleiter? Die Möglichkeit zur Gründung einer Familie? Das Stillen der Abenteuerlust? Es ist wichtig, sich über das genaue Motiv für seinen Umzug im Klaren zu sein und sich dann zu fragen: Warum gelingt mir das dort besser als hier? Wartet dort etwa eine bessere Arbeitsstelle auf den Auswanderer, kann die Lage zunächst klar erscheinen. Doch der Auszügler in spe sollte auch bedenken, was dennoch dem Aufstieg in die Quere kommen könnte – etwa Probleme, sich in das neue Land hineinzufinden. Und dann stagniert möglicherweise das dortige Leben, anstatt einen Booster-Effekt zu bekommen.

Frage #3: Was bedeutet das für meine Familie?

In Kontakt zu bleiben ist dank des Internets heute viel leichter als früher – Dennoch bedeutet ein Umzug in ein anderes Land einen Einschnitt in jeder familiären Beziehung. Die Kernfamilie – Ehepartner und Kinder – treten häufig den Umzug mit an. Sie haben jedoch ebenso häufig mit den Folgen des Umzuges zu kämpfen; schließlich müssen auch sie einen Zugang zu ihrem neuen Lebensort finden, wenn sie nicht gerade einen schicken, neuen Arbeitsplatz dafür bekommen haben. Auch Singles sind nicht sorgenfrei. So leidet unter dem Umzug häufig die Beziehung zu den Eltern, die sie nun viel seltener zu Gesicht bekommen; oder sie können im Pflegefall nicht für diese da sein. Nur wenn der Umzugswillige sich mit diesen Eventualitäten auseinandersetzt, kann er optimal vorsorgen.

Frage #4: Was könnte mir in die Quere kommen?

Aufbruchstimmung ist erhebend – Doch vor Ort stößt ein Expat häufig auf Hindernisse, die ihm diese Stimmung gehörig vermiesen, zum Beispiel eine Behördenodyssee zur Beschaffung einer Arbeitserlaubnis. Wer sich im Vorfeld mit diesen Hindernissen beschäftigt, wird ihrer schneller Herr – und weiß gegebenenfalls von unüberwindbaren Problemen, die den Traum vom Auswandern scheitern lassen.

Der Umzug in ein fremdes Land kann ein wunderschönes Abenteuer sein – Mit verschlossenen Augen sollte sich jedoch niemand hineinbegeben.


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