Brennpunkt B318

Für das Straßenbauamt Rosenheim und die Polizei ist die B318 kein besonderer Unfallschwerpunkt. Dabei passieren jedes Jahr in der Reithamer Kurve und an der ARAL-Tankstelle schwere Unfälle. Auch Kabel 1 hat das Thema aufgegriffen und sieht sich bestätigt: Die B318 ist eine der “gefährlichsten Straßen Deutschlands”.

Stoppschilder sollen die Einfahrt auf die Bundesstraße sicherer machen.
Nach Meinung der Experten sollten im Sinne einer besseren Übersicht die Bäume und Holzlager eigentlich weg.

Die B318 ist eine der meist befahrensten Strecken im ganzen Landkreis. Als Hauptverbindungsstraße zwischen der A8 und dem Tegernseer Tal wird sie sowohl von Urlaubern, Pendlern als auch von Lastwagenfahrern häufig genutzt.

Schon vor rund zwei Monaten berichteten wir über die Gefahren an der B318 und insbesondere an der Reithamer Kurve. Damals wiegelten sowohl die Polizei als auch das Straßenbauamt Rosenheim ab: Die Reithamer Kurve sei kein Unfallschwerpunkt.

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Frontalcrash an Gefahrenstelle

Stattdessen kümmerte man sich zumindest um die Kreuzung bei der ARAL-Tankstelle. Dort wurde ein Stoppschild installiert, um die Autofahrer aufmerksamer zu machen. Eine „Kleinstmaßnahme“, wie Warngaus Bürgermeister Klaus Thurnhuber zugab, von der er sich nun aber dennoch eine Verbesserung erhofft.

Allerdings ist die Gefahrenstelle damit nur unzureichend entschärft. Erst Anfang des Monats kam es zu einem fatalen Frontalzusammenstoß auf Höhe der Tankstelle. Die B318 wurde damals für mehrere Stunden gesperrt. Die schwerverletzte Fahrerin musste wiederbelebt und mit dem Hubschrauber in die Spezialklinik nach Murnau geflogen werden.

Der “optische Durchschuss”

Wie ein Beitrag von Kabel jedoch schon im Februar bestätigte, sind die Probleme an dieser Stelle gravierend. Das Problem sei in erster Linie der sogenannte „optische Durchschuss“, stellt die im Beitrag vorgestellte Gruppe von Vertretern des Straßenbauamtes, der Polizei und des Landratsamtes fest.

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Dieser Begriff beschreibt das Phänomen, dass der querende Verkehr oft übersehen wird, wenn sich der Autofahrer auf ein weit entferntes Ziel konzentriert. Um die Stelle zu entschärfen, schlugen die Experten vor entweder die links von der Straße platzierten Bäume zu entfernen oder die Straße gleich ganz zu verlegen. Umgesetzt ist von den Vorschlägen bis jetzt jedoch einzig das Stoppschild.

Und weitere Maßnahmen sind so schnell wohl auch nicht zu erwarten. Ein Treffen der zuständigen Behörden ist frühestens für das kommende Jahr geplant. Erst dann kann über weitere Maßnahmen diskutiert werden. Bis dahin bleibt die B318 auch weiterhin eine der “gefährlichsten Straßen Deutschlands”.

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