Holzkirchen trotzt dem landkreisweiten Trend
Kaum Leerstellen bei den Lehrstellen

von Lydia Dartsch

Bereits am 01. August begann das neue Ausbildungsjahr und noch immer ist jede dritte Lehrstelle im Landkreis leer. Immer mehr Schulabgänger wollen studieren. Streben keine Berufsausbildung mehr an. Das vermeldet heute die IHK München und Oberbayern.

Anders sieht es in Holzkirchen und Valley aus. Über einen Bewerbermangel können sich die Unternehmen nicht beklagen.

Wie auch viele anderen Unternehmen rund um Holzkirchen, klagt OPED nicht über zu wenig Azubis.
Wie auch viele anderen Unternehmen rund um Holzkirchen, klagt OPED nicht über zu wenig Azubis.

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Landkreisweit sind in den Betrieben 208 von insgesamt 574 angebotenen Lehrstellen unbesetzt, verkündete heute die IHK München Oberbayern. Das sind mehr als ein Drittel aller angebotenen Stellen. Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen im Landkreis sei ungebrochen, heißt es seitens der IHK. Es bieten sogar immer mehr Betriebe Lehrstellen an. “Es fehlt schlicht an den Bewerbern”, sagt Reinhold Krämmel, Vorsitzender des IHK-Gremiums Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der Bewerber um 1,2 Prozent zurückgegangen, sagt er.

Seitens der IHK wird der Bewerberengpass mit sinkenden Schulabgängerzahlen sowie dem anhaltenden Trend zur Akademisierung begründet. Die Situation sei quer durch alle Branchen angespannt und betreffe nicht nur Branchen wie den Einzelhandel und die Gastronomie. „Im Landkreis fehlt es neben den angehenden Köchen und Verkäufern auch an Versicherungskaufleuten und Elektronikern“, so Krämmel.

Lehrstellen entspannt besetzt

Eine Aussage, die sich für Holzkirchen und Valley nicht bestätigen lässt, wenn man bei hiesigen Unternehmen nachfragt: Die meisten Stellen seien besetzt, berichten sie. “Wir suchen sogar schon für das nächste Jahr”, sagt Nadja Wiedrich von der Firma OPED in Oberlaindern. Die fünf Lehrstellen zum Industriekaufleiter, für Kaufleute für Büromanagement, für Kaufleute im Groß- und Außenhandel, zur Fachkraft für Lagerlogistik und zum Fachinformatiker habe man “ganz entspannt” besetzen können, sagt sie.

Auch im Fraunhofer Institut in Valley gab es in diesem Ausbildungsjahr keine Probleme, die Stellen zu besetzen. “Wir kriegen meistens genug Bewerbungen”, heißt es aus der Personalabteilung. Dagegen sei die Zahl der Bewerber bei der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee im Verhältnis zu den Vorjahren geringer geworden, sagt Pressesprecher Peter Friedrich Sieben: “Dennoch haben wir nach wie vor keine Probleme, ausrechend Azubis zu bekommen.” Die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee stellt jedes Jahr bis zu zwölf Azubis ein. In diesem Jahr seien es elf, so Sieben. Die meisten von ihnen kommen aus dem Bereich Miesbach, Schliersee/Neuhaus. Nur ein Azubi kommt aus Holzkirchen.

Hinweis in eigener Sache: Alle Unternehmen aus dem Landkreis Miesbach und Umgebung die aktuell Auszubildende suchen, können ihre Stellenangebote derzeit auf der Seite Oberland-Jobs.de kostenfrei einstellen. Das Angebot ist ein Service der Holzkirchner Stimme. Stellenanzeigen und Fragen per Email an info@oberland-jobs.de.

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