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Rottach-Egern: Forderung nach Tempo 30 abgelehnt

„Wollen kein Autobahngefühl“

Von Inia Herrchen

Die 71 Anlieger der Karl-Theodor-Straße in Rottach-Egern fordern eine Verkehrsberuhigung. Sie bekämen den Verkehr am meisten zu spüren bekommen, sagen sie. Doch Gemeinde und Polizei lehnen eine solche Maßnahme eindeutig ab.

Rottach-Egern weht sich gegen weitere Flächenverdichtung in der Karl-Theodor-Straße. Jetzt droht ein Rechtsstreit
In der Karl-Theodor-Straße wird es keine Verkehrsberuhigung geben. / Archivbild

Am vergangenen Dienstag stand in Rottach-Egern erneut ein Antrag zur Verkehrsberuhigung auf der Tagesordnung. Eine Bürgerinitiative um Doktor Franz Pitschi forderte Tempo 30 in der Karl-Theodor-Straße.

„Wir wollen kein Gefühl von einer Autobahn“, heißt es in dem Schreiben an die Gemeinde. Im Kreuzweg sei der Verkehrslärm und die Raserei besonders stark, schreibt Pitschi. Der Schulweg der Kinder sei ebenfalls vom Verkehr beeinträchtigt.

Geht es nach der Initiative, soll damit jetzt Schluss sein. Die Einführung von einem beschränkten Tempolimit soll Abhilfe schaffen. Doch die Gemeinde schob dem Vorhaben nun endgültig einen Riegel vor.

Eine Straße mit besonderer Bedeutung

In den Augen der Gemeinde und der Polizei Bad Wiessee ist die betroffene Straße eine Verbindungsstraße mit hohem Wert. Wolfgang Strobl, Verkehrsexperte von der Wiesseer Polizei, lehnt den Antrag daher ab: Der Vorschlag sei nicht angemessen. Außerdem sei laut Strobl der eigentliche Sinn hinter dem Gesuch nicht zu erkennen. Eine erhöhte Gefährdung würde erst recht nicht existieren, so der Experte.

Auch Bürgermeister Christian Köck ist gegen das Verbot – aus verschiedenen Gründen. Die Hecken am Straßenrand seien bereits eine gute Abschirmung, findet er. Außerdem sprechen Probleme bei der Umsetzung dagegen:

Wenn wir das Tempolimit durchsetzen, müssen wir einen Hindernisparcours bauen.

Zudem müssten für die Einführung lange Messungen durchgeführt werden. Andere Projekte sind für Köck daher „wichtiger und man kann sich da ruhig Zeit lassen“. Der Gemeinderat lehnte die Maßnahme mit großer Mehrheit ab.


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