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Bayern beschließt weitreichende Lockerungen

Keine Kontakt-Limits mehr für Geimpfte und Genesene

Von Redaktion

Markus Söder kündigte in den vergangenen Tagen immer wieder weitreichende Lockerungen in Bayern an. In der heutigen Pressekonferenz teilte er nun die Ergebnisse aus der Kabinettssitzung mit. Welche Corona-Maßnahmen werden wegfallen?

Ministerpräsident Markus Söder bei der heutigen Pressekonferenz. / Quelle: BR

Morgen soll beim nächsten Corona-Gipfel mit Bund und Ländern ein Drei-Stufen-Plan für Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen bis Mitte März diskutiert werden. Bayerns Ministerpräsident greift jedoch erneut vor: Bereits gestern forderte er eine Exit-Strategie und weitreichende Lockerungen. Heute Vormittag tagte nun das bayerische Kabinett, um über die Corona-Regeln zu beraten.

Auf der Pressekonferenz um 11.30 Uhr gab Söder die Ergebnisse bekannt. „Wir haben den Höhepunkt von Corona wohl erreicht“, so der Ministerpräsident. Dies zeige sich auch an der fallenden Tendenz der Zahlen und die stabile Lage in den Krankenhäusern. Daher sei es notwendig, stufenweise die Corona-Maßnahmen abzubauen. Söder betont:

Bayern ist Team Vorsicht, aber auch Team Freiheit und Hoffnung.

Grundsätzlich verlängert Bayern zunächst die epidemische Lage bis zum 19.03., um weiterhin rechtliche Möglichkeiten zu Schutzmaßnahmen zu haben. Dennoch gab Söder, wie erwartet, einige Lockerungen für Bayern bekannt. Diese gelten ab Donnerstag, 17.02.2022:

Kontaktbeschränkungen:

Geimpfte und Genesene dürfen sich in Bayern künftig wieder in beliebig großen Runden privat treffen (bisher nur zehn Personen). Die bislang geltenden Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene werden also komplett aufgehoben. Die Kontaktregeln für Ungeimpfte bleiben dagegen vorerst unverändert.

Zuschauerkapazitäten im Kultur- und Sportbereich:

Die Zuschauer-Limits werden ebenfalls gelockert. Im Kulturbereich wird die Kapazität auf 75 Prozent erweitert, im Sport-Bereich auf 50 Prozent. In großen Stadien sind ab Donnerstag maximal 25.000 Zuschauer erlaubt (bisher 15.000). Die FFP2-Maskenpflicht bleibt im Sport- und Kulturbereich aber bestehen.

Von 2G Plus auf 2G:

Wo bisher 2G Plus galt, soll künftig nur noch 2G gelten. Bedeutet: Geimpfte und Genesene brauchen dann keinen zusätzlichen Test mehr. Diese Regel betrifft unter anderem öffentliche und private Veranstaltungen, Freizeiteinrichtungen, Messen, Kongresse, aber auch den Bereich Sport- (Vereine, regionale Spiele, etc.) und Kultur (Kino, Theater etc.).

Von 2G auf 3G:

2G-Bereiche werden nun auf 3G ausgeweitet. Damit haben auch Getestete wieder Zugang zu weiteren Bereichen des öffentlichen Lebens. Geimpfte, Genesene und Getestete können also wieder gemeinsam Sport treiben, wie beispielsweise ins Fitnessstudio gehen, aber auch Bibliotheken, Museen oder Ausstellungen besuchen. Künftig gilt auch an den Hochschulen und im Bildungsbereich (bspw. Musikschulen) wieder 3G.

Gastronomie und Clubs/Bars:

Für die Gastronomie gibt es vorerst in Bayern noch keine Veränderungen, hier gilt nach wie vor 2G. Auch Bars und Clubs bleiben geschlossen. In diesem Bereich hofft man auf bundesweite Lockerungen, die möglicherweise auf der MPK am morgigen Mittwoch beschlossen werden. Bayern plädiert aber generell für die 3G-Regel in der Gastronomie. Auch eine Öffnung der Bars und Clubs nach den Faschingsferien mit der 2G Plus-Beschränkung hält Bayern für vertretbar.

Einzelhandel

Die Quadratmeterbegrenzung im Einzelhandel entfällt. Die FFP2-Maskenpflicht bleibt aber bestehen.

Kinder und Jugendliche unter 18:

Schülerinnen und Schüler unter 18 Jahren, die regelmäßig getestet werden, sind in Bayern ab Donnerstag Geimpften und Genesenen gleichgestellt. Ungeimpfte Kinder, die negativ getestet wurden, können dann beispielsweise wieder mit ihren Eltern ins Restaurant. Bisher galt die Ausnahme nur für Schülerinnen und Schüler unter 14 Jahren.


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