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Rottachs Bürgermeister zur Zukunft des Seeforums

Köck fordert Engagement von Tal-Kollegen

Von Rose Beyer

Blaskapelle Rottach-Egern. Django 3000. Die Cuba Boarischen: So liest sich die Herbst-Vorschau des Seeforums Rottach-Egern.

Das Programm verspricht, zahlreiche Menschen anzuziehen. Eigentlich dürfte das auch ganz im Sinne von Bürgermeister Christian Köck sein. Ist es auch. Doch ganz zufrieden scheint er trotzdem noch nicht zu sein mit „seinem“ Seeforum.

Bis zu 420 Gäste kann das Seeforum aufnehmen.

Bürgermeister Christian Köck steht hinter dem Seeforum. Das wird auf unsere Nachfrage schnell klar. „Mir ist wichtig, dass es funktioniert und Einheimische und Gäste zufrieden sind“, so der Rathauschef.

Was genau die Betreiberfirma „Siebach & Friends“ im Detail mache, sei für ihn jedoch nicht vorrangig. „Wir stimmen uns in regelmäßigen Abständen ab“, das sei schon wichtig. Auch die Gemeinderatsmitglieder könnten Anregungen zu den Freizeitangeboten geben. Doch letztendlich sei es der Betreiber, der die Fäden spinne. Dessen Vertrag ist auf drei Jahre angelegt.

Die Hauptsache sei, dass die Räume – etwa für Tagungen und Seminare – vermarktet werden und zudem ein buntes Freizeitangebot dargeboten werde. Eines wünscht sich Köck obendrein vom Seeforum: einen Anlaufpunkt für die örtlichen Vereine. Obwohl der neue Bürgermeister hinter dem Seeforum steht, räumt er ein, dass es durchaus noch Potenzial bei der Steigerung der Belegungstage gibt:

Wir sind auf einem guten Weg, aber es ist noch Luft nach oben.

Gewisse Lücken im Jahreslauf seien zwar normal. So beschränkten sich Tagungen hauptsächlich aufs Frühjahr und den Herbst. Im Sommer laufe da nicht so viel. Das sei auch darauf zurückzuführen, dass Tagungsgäste eine Unterkunft bräuchten und diese in der Hochsaison im Sommer in großer Anzahl häufig nicht geboten werden könnten. Doch insgesamt könnte es, so Köck, noch besser laufen mit der Belegung im Seeforum.

Im vergangenen Jahr war das für 5,6 Millionen Euro sanierte Seeforum zwar an 232 Tagen mit Veranstaltungen belegt: Unter anderem fanden an 53 Tagen Tagungen statt – unter anderem von Firmen wie Lufthansa Catering, Wincor Nixdorf oder der Naturkäserei. Kulturveranstaltungen schlugen mit 42 Belegungstagen zu Buche, und 113 Tage lang war das Seeforum mit Ausstellungen von Galerien und einer Ausstellung des Kunstvereins Rottach-Egern belegt.

Doch auch Betreiber Julian Siebach betonte im November 2013, dass das keine allzu überragenden Zahlen seien. „Wir müssen auch bei den Vermietern in den anderen Gemeinden bekannter werden, damit sie ihren Gästen uns als Veranstaltungsort oder den Besuch in einer unserer Ausstellungen empfehlen.“ Laut Siebach sei der Besucherstrom aus Rottach-Egern gut, man arbeite hier eng mit der Tourist-Info zusammen. In den anderen Gebieten sei die Bekanntheit noch nicht ausreichend.

Köck fordert Kollegen-Engagement

Eine Sichtweise, die auch Köck teilt. Der Rottacher Rathauschef sieht vor allem noch Nachholbedarf bei der Akzeptanz durch die anderen Talgemeinden. „Da würden wir uns wünschen, dass man ab und an mal eine Veranstaltung generiert.“ In den Bürgermeisterbesprechungen habe er seinen Wunsch schon geäußert, doch passiert sei wenig bis gar nichts.

Hier fordert der CSU-Politiker eindeutig größeres Engagement seiner Tal-Kollegen. Damit das Seeforum seine Belegung noch steigern kann, will Köck persönlich auch seinen Teil beitragen und verspricht:

Ich werde nicht müde werden, mich damit zu befassen.

Auch wenn es im Herbst einen Wechsel im Gastrobereich des Seeforums geben soll – Wirt Peter Hubert kehrt dem Seeforum den Rücken – will sich der Bürgermeister da nicht groß einmischen. Dass die bisherige Wirtin der Gebirgsschützenhütte – Ulrike Marschall – in die Geschäftsleitung des Seeforums einsteigt, ist somit auch Sache der Betreiberfirma, meint Köck: „Frau Marschall ist eine ganz normale Angestellte von Siebach & Friends.“

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Auch wenn die Betreiber neben der Vermarktung des Seeforums auch für Essen und Trinken bei Veranstaltungen zuständig sein werden – was sich genau ab Herbst ändern wird, war heute noch nicht zu erfahren. „Alles ist gerade im Entstehen“, hieß es aus dem Betreiberbüro.

„Ich kann noch nichts zu eventuellen Veränderungen sagen, da ich die Stelle noch nicht besetzt habe“, so Ulrike Marschall auf Nachfrage. Es könnte also noch eine Weile dauern, bis sich eins zum anderen gefügt hat im Seeforum. Das Cafè „Sissi“ soll es laut Marschall jedoch weiterhin geben.


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