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Wallberghaus wird zum Berghotel

Von Redaktion

Seit 117 Jahren existiert das Wallberghaus. Seit fünf Wochen hat es keine Pächter mehr. Doch das soll nicht lange so bleiben. Ein neuer Betreiber ist gefunden. Und der hat Großes vor.

wallberghaus

1899 wurde das Wallberghaus – hoch über dem Tegernsee im Sattel zwischen Wallberg und Setzberg – erbaut. Seit gut drei Jahren hatte es neue Pächter. Hanno und Petra Hirschfeld betrieben das auf 1.512 Meter über dem Meer gelegene Haus. Doch seit dem 17. Oktober diesen Jahren war die vor allem im Sommer bei Wanderern und Mountainbikern beliebte Einkehr geschlossen.

Aus privaten Gründen kündigten die beiden Pächter ihren Vertrag. Und dann ging die Suche der Wallbergalm-Gemeinschaft als Eigentümerin des Wallberghauses los. So habe es scheinbar viele Anfragen für die Neuverpachtung gegeben. Gegenüber dem Merkur betont Vize-Vorsitzender Franz Schabmair:

Auch aus der Gastro- und Hotellerieszene unten am Tegernsee. Herr Kohler hatte allerdings das beste Konzept.

Denn der umtriebige Hotelier Korbinian Kohler (Bachmair Weissach) hat einiges vor. Übernehmen will der Gmunder das Haus am 1. Dezember. Bereits vier Wochen später öffnet das Wallberghaus wieder seine Pforten. So sollen zum Start nur Kleinigkeiten in der Gaststube verändert werden.

Ein Berghotel entsteht

Langfristig soll aus dem Wallberghaus das „Berghotel Altes Wallberghaus“ entstehen. Dazu werde man die obere Etage umbauen. Ein 40-Betten-Haus ist geplant – inklusive besonderem Matratzenlager, wie Kohler erklärt: „Ich suche gerade alte Bauernbetten, die wir mit Vorhängen für intime Atmosphäre versehen“.

Vor drei Jahren wurde das Wallberghaus aufwändig renoviert.
Bereits vor drei Jahren wurde das Wallberghaus aufwändig renoviert.

In gut neun Monaten sollte der Umbau erledigt sein. Die Neueröffnung ist für Juni 2017 geplant. Wie die Hotelgäste und die Tagesgäste in dem Betrieb zusammenkommen, ist derzeit offen. Laut Kohler werde eine Bewirtung der Allgemeinheit weiterhin möglich sein. Der normale Hüttenbetrieb soll bis 16 Uhr laufen. Und auch der Zugang zur Hütte wird weiterhin nur zu Fuß – aus dem Tal oder über die rund 100 Meter höher gelegene Gipfelstation der Wallbergbahn – möglich sein.

Das Wallberghaus wurde vor 117 Jahren erbaut. 1951 brannte das Gebäude komplett ab. Der Wiederaufbau erfolgte sehr schnell. Vor allem weil im selben Jahr die Wallbergbahn in Betrieb genommen wurde. Das Wallberghaus erlebte die nächsten Jahrzehnte seine Blütezeit. 2013 wurde das Gebäude das letzte Mal umfassend renoviert. Nun steht die nächste Epoche an.


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