Lösung für Asylbewerberheim in Sicht

von Rose Beyer

Auf der Jungbürgerversammlung am vergangenen Donnerstag hatte Bürgermeister Georg von Preysing bereits angedeutet, dass sich für das geplante Asylbewerberheim in Dürnbach eine Lösung abzeichnen könnte.

Jetzt hat das Miesbacher Landratsamt die Spekulationen bestätigt. Mit dem Plan weniger Personen, dafür Familien aufzunehmen, könnten alle Beteiligten zufrieden sein. Dieser Meinung ist auch der Rathaus-Chef.

Das Haus in Dürnbach, in dem die Asylbewerber einziehen sollen

„Mit Zustimmung der Regierung planen wir, die Zahl der Personen zu reduzieren“, berichtet Pressesprecherin Gabriele Dorby. „Darüber hinaus versuchen wir, den Wohnraum mit Familien zu belegen.“

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Wie die Lösung genau aussehen wird, das wird wohl auf der Gmunder Bauausschusssitzung heute Abend diskutiert werden. Es ist anzunehmen, dass der Saal genauso voll werden dürfte wie beim letzten Mal, als hitzige Diskussionen um das Thema Asylbewerberheim entstanden.

Beim anschließenden Informationsabend mit Vertretern des Landratsamtes wurde es nochmals emotional – man ging aber ohne Lösung auseinander. Der Knackpunkt: im Gegensatz zum Landratsamt können sich die Anwohner der Mühlthalstraße nicht vorstellen, dass bis zu 20 Menschen in dem Einfamilienhaus einziehen können. “Das ist zu viel für das Haus”, sind sie sich einig. Zudem wünscht man sich “vielleicht zwei Familien” anstatt eine “heterogene Personenmasse verschiedener Ethnien”, wie Alfons Besel erklärte.

Lösung zeichnet sich ab

Familien brächten eine Sozialstruktur mit und könnten integriert werden, so der Tenor. “Die würden wir dann auch unterstützen”, betonen die Anlieger. Bei einer anderen Zusammensetzung der Heimbewohner hatte man Widerstand angekündigt. Jetzt scheint die geforderte Lösung in Sichtweite zu sein.

Bürgermeister Georg von Preysing ist jedenfalls guter Dinge, dass sich das Thema lösen lässt und alle zufrieden sein werden. Gegenüber den Gmunder Jugendlichen regte er bei der Jungbürgerversammlung am vergangenen Donnerstag an, mit den gleichaltrigen Flüchtlingskindern in Kontakt zu treten, um ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.

Der Gmunder Bauauschuss, der heute Abend um 19 Uhr tagt, verspricht also spannend zu werden. Nicht nur das Thema Asylbewerberheim steht auf dem Plan. Auch die Pläne für den “Schörghuber-Käfer-Biergarten” auf Gut Kaltenbrunn kommen dabei auf den Tisch.

Die nächste Ortsplanungsausschusssitzung in Gmund.
Die nächste Bauausschusssitzung in Gmund.

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