Machtspielchen um möglichen neuen Sitz des Pfarrverbandes Bad Wiessee-Gmund

Von Redaktion

St. Ägidius in Gmund soll nach dem Willen des Gmunder Gemeinderates Pfarrsitz werden

Ist Gmund dafür besser geeignet den Pfarrsitz im Verband mit den Wiesseer Pfarreien Maria Himmelfahrt und St. Anton zu übernehmen? Diese Frage diskutierte der Gmunder Gemeinderat in seiner Mai-Sitzung.

Zwar gab es am Ende eine einstimmige Entscheidung für den Auftrag an Bürgermeister von Preysing in einem Brief an das Ordinariat klarzumachen, dass Gmund der „geeignetere“ Pfarrsitz wäre. Doch so richtig wohl war einigen Mitgliedern des Gemeinderates nicht dabei.

Als etwas kritisch gegenüber Bad Wiessee empfand auch Bürgermeister von Preysing den Vorschlag von Ludwig Lang (CSU), der klarmachte, warum Gmund der Sitz des neuen Pfarrverbandes werden soll. Mit einer über 900-jährigen Geschichte, der langen Tradition und der größeren Zahl Gläubiger sei die Gemeinde prädestiniert für den Sitz. Die Unterstützung von sehr weit oben habe der Vorschlag laut Lang bereits:

Der Bischof Marx hat schon empfohlen, dass wir dem Regionalbischof schreiben, als ich ihn letztes Mal getroffen hab.

Ob von Preysing „Wir wollen doch keine Gräben aufreißen zwischen Gmund und Bad Wiessee“ oder Barbara von Miller (SPD) „Was bringt ein Wettlauf wie bei Hase und Igel? Wer reicht den Antrag vorher ein: Gmund oder Wiessee?“ – die Bedenken waren vielfältig sich nicht eventuellen Spielchen um den neuen Sitz des Pfarrverbandes zu beteiligen und damit eine mögliche Fehde anzuzetteln.

Trotzdem entschloß sich das Gremium einstimmig für den Antrag von Ludwig Lang zu stimmen und damit auch teilweise für den Willen der Gmunder Gebirgsschützen, die seit längerer Zeit für die Verlagerung des Sitzes eintreten.


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