Nachgefragt: Peter Walter, Rektor der Grundschule Tegernsee, zur neuen Mittagsbetreuung

Von Redaktion

Nach unserem gestrigen Beitrag zum Stand der Mittagsbetreuung an der Tegernseer Grundschule wollten wir mal die Meinung der tatsächlich Verantwortlichen hören. Aus dem Grund haben wir dem Rektor der Grundschule, Peter Walter, einige Fragen zum Start des neuen Angebots gestellt. Hier seine Antworten:

Tegernseer Stimme (TS): Wie ist Ihr Gefühl nach den ersten Wochen?

Peter Walter (PW): Wir sind mit den ersten Wochen mehr als zufrieden. Der Zuspruch ist sehr gut, die Kinder gehen gerne hin.

TS: Und Ihre Erfahrungen mit der Verpflegung durch die Küche der Seniorenresidenz?

PW: Das Mittagessen habe ich selbst kosten dürfen und ich fand es gut.
Die Kinder erhalten drei Gänge: Suppe, Hauptgericht und Nachtisch. Für uns war es wichtig, dass es als Hauptgericht nicht die typischen Kindergerichte wie „Chickennuggets“ und Pommes gibt. Das Essen ist wirklich variabel und zumeist langen die Kinder kräftig hin. Auf dem vorher bekannten Speiseplan stehen von Gemüsenudeln bis Nürnberger Bratwürstchen und von Spaghetti Carbonara bis Topfenstudel. Also recht abwechslungsreich. Nachtisch ist mal ein Pudding, mal Joghurt, mal Obstsalat oder firsche Früchte.

Das Essen wird angeliefert und die leeren Thermoforen werden wieder abgeholt. Das ganze zu einem unschlagbaren Preis. Bisher wurden nur positive Resonanzen an mich herangetragen.

Die Grundschüler beim Mittagessen

TS: In der Stadtratssitzung vor ein paar Monaten wurde auch das Thema Flexibilität diskutiert. Wie ist es derzeit geregelt, wenn jemand sein Kind beispielsweise nur ein oder 2x pro Woche abgeben möchte? Sind die Kosten gleich hoch wie bei einer durchgehenden Betreuung?

PW: Die Flexibilität ist für uns ein Hauptgrund gewesen, die Betreuung an die Schule zu holen, da der Kindergarten dies nicht bieten konnte und durfte. Bei Unterrichtsausfall springt die Mittagsbetreuung auch schon früher ein und betreut die Kinder. Was die Tegernseer Mittagsbetreuung aber wirklich zu etwas Besonderem macht ist die Tatsache, dass wir mit einer Sozial- und Medienpädagogin sowie einer ehemaligen Lehrkraft Fachpersonal gewinnen konnten.

Zu den Kosten kann man sagen, dass diese sich aus drei Teilen zusammensetzen.
Einem Grundbetrag, der für alle gleich ist sowie einem Betrag pro Tag. Dementsprechend ist es natürlich günstiger, wenn das Kind nur 2x pro Woche kommt.
Der dritte Teil ist losgelöst vom Vertrag und beinhaltet das Mittagessen. Die allermeisten Kinder buchen dies mit. Aber es ist auch möglich, das in Eigenregie (Pausenbrot…) zu regeln.
Geplant ist nun noch, Freitzeitangebote (Sport, VHS, Chor….) einzubinden.

TS: Das Angebot wird ja sehr gut angenommen. Bereits 31 Kinder haben sich für die Mittagsbetreuung angemeldet. Hatten Sie das so erwartet?

PW: Der Bedarf für eine verlängerte Mittagsbetreuung war definitv da. In einer Vorerhebung meldeten sich von ca. 80 befragten Eltern nachezu die Hälfte interessiert. Dies habe ich an den Stadtrat zweimal persönlich und einmal in der Konzeptionsphase schriftlich herangetragen. Auch mit Frau Schulte von der Kita habe ich im Vorfeld gesprochen. Zudem gab es im Vorfeld eine Infoveranstaltung an der Schule für alle interessierten Eltern.

Mittagsbetreung an der Tegernseer Grundschule


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