Neresheimer will – Huber auch

Nach der Wahl der Bürgermeisterposten in Tegernsee, Rottach-Egern und Bad Wiessee werden nun auch die Positionen der Stellvertreter neu besetzt. Die konstituierenden Sitzungen der neuen Gemeinderäte finden am Dienstag, den 6. Mai, statt.

Während man sich in den Rathäusern Tegernsees und Rottach-Egerns über eventuelle Favoriten noch in Schweigen hüllt, ist in Bad Wiessee das Rennen um dieses Amt in vollem Gange.

 Rolf Neresheimer und Peter Höß am Wahlabend.
Rolf Neresheimer zusammen mit Peter Höß am Wahlabend.

In Bad Wiessee wird schon seit Wochen um die Position des zweiten Bürgermeisters gekämpft. Der politische Newcomer Rolf Neresheimer (ranBW) hatte seinen Anspruch auf das Amt bereits direkt nach seiner Wahlniederlage angemeldet. Seine Argumentation: Mit 1.574 Wählerstimmen sei er als meist gewählter Gemeinderat von der Wiesseer Bevölkerung für diese Funktion quasi vorgesehen worden.

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Neresheimer kündigte an, im Falle seiner Wahl mit Bürgermeister Höß ein kritisches Miteinander pflegen zu wollen: „Und ich denke, das kann für die Zukunft Bad Wiessees nur förderlich sein.“ Zudem habe die CSU bisher keinen Kandidaten für das Amt präsentiert.

Entscheidung zwischen Huber und Neresheimer?

Der bisherige Amtsinhaber, Robert Huber (SPD), hatte ebenfalls sein Interesse an einer Wiederwahl bekundet. Seiner Meinung nach ist Neresheimer zum Vize-Bürgermeister nicht geeignet. Als wichtige Voraussetzung dafür sieht er ein Vertrauensverhältnis mit dem amtierenden Bürgermeister. Ein solches könne sich Huber aber bei einem derart belasteten Verhältnis, wie es zwischen Höß und Neresheimer herrsche, nicht vorstellen.

Und auch der wiedergewählte Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) hat seine Zweifel: „Was ich bisher von Herrn Neresheimer weiß, hat er weder die Kompetenz noch das Format für die Position des zweiten Bürgermeisters“, sagte Höß vor zwei Wochen. Im Bemühen um möglichst große Ausgewogenheit im Gemeinderat kündigte er an, Gespräche mit der CSU über die Auswahl seines Vizes führen zu wollen.

Dritter Bürgermeister als Kompromiss?

Der CSU-Ortsvorsitzende Florian Sareiter bestätigte noch vor zwei Wochen den Standpunkt Neresheimers. Für ihn sei es nur logisch, wenn der Kandidat mit den zweitmeisten Stimmen auch Vize-Bürgermeister werde. Zugleich räumte Sareiter ein, dass dies in der Vergangenheit nicht immer so gehandhabt wurde. Als Kompromiss schlug er vor, wieder einen dritten Bürgermeister zu benennen, um niemanden zu benachteiligen.

Nun liegt es also am neu gewählten Wiesseer Gemeinderat, in der konstituierenden Sitzung am kommenden Dienstag ab 17 Uhr einen zweiten und vielleicht auch dritten Bürgermeister zu benennen. Ob dieser am Ende Rolf Neresheimer oder Robert Huber heißen wird und ob es weitere Kandidaten für das Amt gibt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig offen.

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