Quo Vadis, Sportzentrum?

von Laura Lorefice

Sportzentrum: Dieses Thema spaltet seit geraumer Zeit die Otterfinger Gemeinde. Ist eine Anlage am Altstandort nun möglich oder nicht? Der Bürgerentscheid ist jetzt ein Jahr her – was hat sich seitdem getan?

Am 22.03.15 entschieden sich die Otterfinger für ein Sportzentrum am Altstandort - was hat sich seitdem getan?
Am 22.03.15 entschieden sich die Otterfinger für ein Sportzentrum am Altstandort – was hat sich seitdem getan?

Am 22.03.2015 entschieden sich die Otterfinger per Bürgerentscheid für ein neues Sportzentrum am Altstandort am Nordring. Die Gemeinde war jedoch dagegen und plädierte für einen neuen Standort. Doch die Mehrheit der Bürger von 71,8 Prozent siegte. Das ist nun ein gutes Jahr her. Somit hat das Ergebnis des Bürgerentscheides seit Mitte März diesen Jahres seine Bindungswirkung verloren und ist für die Gemeinde daher nicht mehr verpflichtend. Doch wie gehen die Verantwortlichen damit um?

Erst am Montag fand eine nicht-öffentliche Sportausschuss-Sitzung statt, in der  laut Ulrike Stockmeier (FW), zweite Bürgermeisterin und Vorsitzende der Sportkommission nochmal ausgiebig über die Möglichkeiten am Altstandort gesprochen wurde. Einem Neubau am alten Standort standen bisher Platzprobleme für Parkplätze und zu hohe Immissionswerte im Weg. Bürgermeister Jakob Eglseder beklagt:

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Seit einem Jahr haben wir nicht viel mehr rausgebracht, wie bis dato 2011. Die Lärmschutz- und die Parkplatzsituation bleibt weiter bestehen.

Im aktuellen Gemeindeblatt heißt es dazu, dass der Gemeinderat ein weiteres Mal Gutachter beauftragen möchte. Mithilfe der Experten sollen die hohen Auflagen zum Lärmschutz am Nordring eingehalten werden können. Die Ergebnisse sollen dann am 28. April zusammen in einer Sondersitzung des Gemeinerates präsentiert werden.

Freie Wähler fordern mehr Transparenz

Auch Johann Killer, Vorsitzender der Freien Wähler in Otterfing findet, man trete seit einem Jahr auf einer Stelle. Killer wünscht sich vor allem eines: mehr Transparenz in der Diskussion.

Wir wollen jetzt mal wissen, was am Altstandort möglich ist und was nicht. Auch die Kostenplanung sollte aufgedeckt werden, damit man weiß, womit überhaupt gerechnet werden muss.

Etwas anders sieht das Ulrike Stockmeier. Für sie, hat die Gemeinde in den letzten zwölf Monaten einige Fortschritte gemacht: “Für mich sind keine Fragen mehr offen. In diesem Jahr konnte unglaublich viel geklärt werden. Mittlerweile sind wir nicht mehr nur in der Entscheidungsfindung, sondern in einer Entscheidungslage – egal in welche Richtung.”

Stockmeier meint damit, dass eigentlich alles geklärt ist. Was das für den Standort bedeutet, lässt Sie dagegen offen. Ähnlich sieht das Gemeinderat Max Ruf (SPD). Mit dem Ablauf der Bindungswirkung habe er kein Problem. Für Ruf gehe es in erster Linie darum, was entsprechend des Bürgerbescheides am Altstandort realisierbar ist. Otterfing könne sich das Projekt sehr wohl leisten. Wie genau und aus welchen Töpfen müsse allerdings noch geklärt werden.

Bleibt der neue Sportplatz am Altstandort ein Traum der Bürger oder wird er nun endlich wahr?
Bleibt der neue Sportplatz am Altstandort nur ein Traum der Bürger oder wird er nun endlich wahr?

Dennoch bemerkt auch Ruf, dass man in Sachen Sportzentrum im letzten Jahr nicht so weit gekommen ist, wie man hätte kommen können, wenn alle an einem Strang gezogen hätten. So weit, so gut. Doch wie geht es jetzt konkret weiter? Für Ruf ist das klar:

Nachdem das Lärmschutzgutachten geklärt wurde, geht es in den Wettbewerb. Hierbei können sich Architekten bewerben und geben Vorschläge zur Planung der Sporthalle ab. Ein Gremium entscheidet dann, welches der Modelle am meisten zusagt und dieser Architekt bekommt dann den Auftrag.

So solle ein moderner und vor allem auch finanzierbarer Bau gewährleistet werden. Die Otterfinger müssen sich, davon ist Ruf überzeugt, keine Sorgen machen. “Der Ort bekommt ein wunderbares Sportzentrum”.

Wann genau, das ist allerdings so offen, wie die Finanzierung und der Standort. Möglicherweise könnte es 2018/2019 losgehen, erklärt Ruf abschließend.

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