Geothermie: Heiße Phase der Pumptests beginnt
Rauchzeichen an der Bundesstraße

von Laura Lorefice

Ende Mai wurde die „frohe Botschaft“ verkündet: Die Bohrungen auf dem Geothermie-Areal in Holzkirchen haben die angestrebte Tiefe von 5.600 Metern erreicht. Derzeit dampft es am Geothermie-Turm und eindrucksvoller Rauch steigt gen Himmel. Was hat das zu bedeuten?

Bereits während des ersten Reinigungslifts stiegen heiße Dampfschwaden am Bohrplatz in Holzkirchen auf. /Foto: Erdwerk GmbH
Bereits während des ersten Reinigungslifts stiegen heiße Dampfschwaden am Bohrplatz in Holzkirchen auf /Foto: Erdwerk GmbH

Die angestrebte Bohrtiefe von 5.600 Metern wurde Ende Mai erreicht. Das heißt, die Bohrarbeiten für die erste Bohrung in der Alten Au sind abgeschlossen. Nun beginnt laut Dr. Klaus Dorsch, Geologe vom Münchner Planungsbüro Erdwerk GmbH, mit den Pumptests die „heiße Phase“. Diese werden im Fachjargon auch IPS-Arbeiten (Inproduktionsetzungsarbeiten) genannt. 

Vor den Tests sind sogenannte Reinigungslifts und Säuerungen nötig. Das heißt, das Bohrloch wird durchgespült, um es vom Bohrklein und Kalkmehl zu reinigen. Danach erfolgen erst die eigentlichen Pumptests, die jeweils zwischen ein bis zwei Tage dauern. Mit den Tests möchte man herausfinden, wieviel Wasser vorhanden ist sowie welche Temperatur und Zusammensetzung das Wasser hat. Während dieser Pumptests treten weiße Dampfwolken in Erscheinung, eventuell gepaart mit leichtem Schwefelgeruch.

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Genau das konnte man auch gestern am Geothermie-Areal beobachten. Eindrucksvolle Rauchschwaden steigen in den Himmel auf. Nach Beendigung der Pumptests verschwindet der Schwefelgeruch jedoch wieder. Anfang nächster Woche ist mit dem Abschluss der Arbeiten zu rechnen, dann soll endlich Gewissheit herrschen.

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