Sammeltaxi ein Erfolgsmodell

Wenn man zu jung oder zu alt ist um noch selber Auto zu fahren, ist man in seiner Mobilität oft eingeschränkt. Wenn dann nicht einmal mehr ein Bus fährt, hat man ein Problem. Eine gute Alternative sind hier die Sammeltaxen. Doch das System funktioniert nirgendwo so gut wie in Holzkirchen.

Das Sammeltaxi ist in Holzkirchen ein Erfolgsmodell.
Das Sammeltaxi ist in Holzkirchen ein Erfolgsmodell.

Das Anruf-Sammel-Taxi (AST) ist eine gute Alternative zum Auto und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Fahrt ist für den Fahrgast wesentlich günstiger als ein normales Taxi. Im Vergleich zum Bus fährt das AST dagegen deutlich mehr Haltestellen an und bringt einen direkt vor die Haustür.

Einziger Nachteil: Das AST-Taxi muss mindestens eine Stunde vor der Fahrt bestellt werden. Während es in anderen Regionen des Landkreises jedoch mäßig bis gar nicht angenommen wird, erfreut sich die Taxi-Alternative in der Holzkirchner Umgebung verhältnismäßig großer Beliebtheit.

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Nachfrage woanders verhalten

So gibt es beispielsweise im Tegernseer Tal seit dem Jahr 2013 überhaupt keine Sammeltaxi mehr. Grund ist schlichtweg, dass sich kein Unternehmer mehr für den Dienst beworben hat. Als Begründung geben die Unternehmer mangelnde Akzeptanz sowie eine schlechte Organisation an.

Etwas besser, wenngleich auch nicht übermäßig erfolgreich zeigt sich das System der Sammeltaxen in Schliersee. Wie Florian Huber vom zuständigen Taxi-Unternehmen erklärt, mache das AST nur fünf Prozent aller Fahrten aus. Dennoch, Huber ist zufrieden: „Bei uns läuft das ohne großen Aufwand nebenher.“

AST in Holzkirchen ein Erfolgsmodell

Positiver sieht es dagegen im Raum Holzkirchen aus. Die hiesige „AST-Insel“ betreut die Gemeinden Otterfing, Valley, Holzkirchen und Warngau. Wie Taxi-Unternehmerin Anne Wengerter betont, ist man sehr zufrieden mit dem AST-Service: „Bei uns läuft es gut. Wir bieten den AST-Service seit 14 Jahren an und haben keine Probleme damit.“

Mit rund zehn Prozent ist die Auslastung fast doppelt so hoch wie in Schliersee. Erklären kann sich Wengerter den Erfolg allerdings nicht so recht. Ein Vorteil könnte ihrer Meinung nach jedoch sein, dass sie bereits so lange dabei seien.

Die Kunden fahren ja gerne mit vertrauten Taxis.

Ihre Kunden seien fast immer dieselben. Dabei ist eine eindeutige Zielgruppe jedoch nicht zu erkennen. „Ich denke Jugendliche und ältere Leute halten sich bei uns die Waage“, schätz die Taxi-Unternehmerin. Die beliebtesten Routen seien dabei zumeist vom Bahnhof in den Ort. Eben dahin, wo keine Busse fahre würden, sagt Wengerter.

2017 soll der AST-Service vom Landkreis wieder ausgeschrieben werden. Das Holzkirchner Unternehmen möchte sich auch dann wieder für den Service bewerben.

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