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Persönliche Abrechnung mit Veolia Gruppe

Seeger neuer Chef bei Tegernsee-Bahn

Nachdem wir vor wenigen Tagen noch darüber berichtet hatten, dass sich Heino Seeger mit seinem früheren Arbeitgeber, der Bayerischen Oberlandbahn, vor Gericht auf eine Abfindung geeinigt hat, folgt nun bereits die nächste gute Nachricht für den ehemaligen BOB-Chef.

Seeger hat einen neuen Job und wird zum 1. Mai Geschäftsführer der Tegernsee-Bahn. Seine Aussagen zeigen jedoch, dass der Stachel der plötzlichen Entlassung durch die BOB noch immer tief sitzt

Ec-BOB-Chef Heino Seeger hat sich schon lange für das Schienennetz im Tal engagiert. / Archivbild

Als Heino Seeger Ende vergangenen Jahres seien Posten als Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn aufgeben musste, war der Ärger unter den Tal-Bürgermeistern groß. Niemand konnte und wollte verstehen, warum die BOB ihren allseits geschätzten Geschäftsführer so plötzlich vor die Türe setzte.

Aus diesem Grund wendeten sich schließlich alle 17 Bürgermeister des Landkreises in einem offenen Brief an die Veolia Konzernführung und forderten eine “Rückholaktion”. Doch alle Bemühungen waren vergebens, Axel Sondermann nahm wenig später die Nachfolge Seegers als BOB-Chef ein.

“Den besten Mann geholt”

Wie sich nun herausstellt, liegt den Verantwortlichem im Landkreis und speziell im Tal viel daran, Heino Seeger als Fachmann zu halten. Ab dem 1. Mai soll dieser sich als Geschäftsführer der Tegernsee Bahn um das 12,4 Kilometer lange Schienennetz zwischen Tegernsee und Schaftlach kümmern. Dieses hatten Gmund und Tegernsee (jeweils 45 Prozent) und der Landkreis (10 Prozent) Ende 2012 erworben.

Den Plan Seeger für dieses Amt zu begeistern, hatten der Gmunder Rathaus-Chef Georg von Preysing und sein Tegernseer Pendant Peter Janssen offenbar schon seit Seegers Abschied von der BOB. “„Es war ein Gedanke in vielen Köpfen“, wir haben uns damit den besten Mann geholt, so Janssen in einer kurzen Stellungnahme. Die Vertragsverhandlungen stünden unter desses kurz vor dem Abschluss, so Janssen weiter.

Und auch Heino Seeger dürfte wohl neben der Freude über die neue Herausforderung auch eine große Portion Genugtuung verspüren nach so kurzer Zeit wieder in einer leitenden Position im Landkreis tätig zu sein. “Das man meine Fähikkeiten im Landkreis schätzt und sich in dieser Form um mich bemüht hat, hat mich schon sehr berührt, so Seeger auf Nachfrage. Auch er bestätigt, das der Kontakt bereits kurz nach seinem Ausscheiden bei der BOB ende vergangenen Jahres entstanden sei.

Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt für die anderen Verantwortlichen der Tegernsee Bahn: Seeger ist auch in der Lage den anspruchsvollen Job des Eisenbahnbetriebsleiters zu übernehmen, diesen hatte er bereits in den vergangenen Jahren ausgeführt. Den Posten als Die Züge auf der Strecke dürften so auch weiterhin planmäßig rollen.

Abrechnung mit der Veolia Gruppe

Wie tief der Stachel seiner Unerwarteten Demission bei der BOB auch bei Seeger noch sitzt, zeigt seine folgende Aussage. “Die Abfindung die ich von denen bekommen habe, ist Schmerzensgeld für eine unnachahmliche Fehleinschätzung der Veolia Gruppe.” Damit wurd einmal mehr klar, dass der Rückzug Seegers keineswegs freiwiliger Natur war. Seeger hatte sich erst vor wenigen Tagen mit der Violia Gruppe, dem Mutterkonzern der BOB vor Gericht auf eine Abfindung geeinigt.

Der dort geschlossene Vergleich wird Seeger den Abschied von der BOB wohl versüßt haben. “Wenn die meinen, sie finden einen Besseren als mich, dann sollen sie mal auf die Suche gehen, so Seeger abschließend.


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