„Spielothek-Eröffnung wäre Katastrophe“

Mit Vehemenz gehen jetzt die Anwohner gegen die geplante Eröffnung einer Spielothek in der Tegernseer Hauptstraße vor. Heute bekam der Bürgermeister die zweite Unterschriftenliste.

76 Unterschriften gegen die geplante Spielothek: Tegernsees Bürgermeister Johannes Hagn (links) bekam heute von Horst Billenkamp eine weitere Unterschriftenliste überreicht.

Seit heute liegt Tegernsees Bürgermeister Johannes Hagn die zweite Unterschriftenliste der Anwohner gegen die geplante Spielothek in der Tegernseer Hauptstraße vor. 76 Unterschriften hat Initiator Horst Billenkamp zusammen mit seiner Frau und Margret Rixner, einer anderen Anwohnerin, gesammelt.

Einvernehmlich sprechen sie sich in dem Schreiben gegen das Vorhaben der BCE Immobilien GmbH aus, in den ehemaligen Räumen der Hypovereinsbank eine Spielothek zu errichten. In dem Brief heißt es:

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Sollte es trotz der einhelligen Ablehnung durch die Stadt und wider den Willen der Anwohner zu einer Eröffnung einer Spielothek kommen, wäre das eine Katastrophe. Nicht nur für die im Umfeld lebenden Bürger, sondern auch ebenso für das Stadtbild und das Image der ganzen Stadt Tegernsee. Für eine „derartige Vergnügungsstätte“ im Herzen und unmittelbaren Ortskern von Tegernsee bestehe weder Bedarf, geschweige denn irgendeine Notwendigkeit.

Da sich darüber hinaus im gleichen Haus sowie in der unmittelbaren Nachbarschaft Wohnungen von Familien mit kleinen Kindern befänden, sei dieser Standort keinesfalls akzeptabel und hinnehmbar. Man befürchte zudem vornehmlich nachts eine „massive Lärmbelästigung“.

Spielothek wäre für Anwohner “eine Zumutung”

In sämtlichen Gesprächen mit den Nachbarn wie auch den übrigen Tegernseer Bürgern werde übereinstimmend deutlich, so heißt es weiter, dass das Vorhaben grundlegend abgelehnt und als Zumutung empfunden werde. Aus diesem Grund wehre man sich mit „aller Vehemenz“ gegen diese Spielhalle.

Wie berichtet, will auch die Stadt Tegernsee keine Spielothek. Deshalb lehnte sie den Antrag der BCE Immobilien GmbH aus Göppingen schon zweimal ab, obwohl die Pläne immer wieder überarbeitet wurden. Daraufhin reichte die BCE Immobilien GmbH beim Münchner Verwaltungsgericht Klage ein. Wann die Sache verhandelt wird, ist noch offen.

Insgesamt wurden 84 Unterschriften gesammelt

Erst vor kurzem hatten sich Evi Bertele-Busse und Ursula Bertele im Namen ihrer Nachbarn in einem Brief an Bürgermeister Johannes Hagn gegen die Pläne ausgesprochen. Laut Billenkamp kamen hier acht Unterschriften zusammen. Auch sie äußern „größte Bedenken und befürchten Ruhestörungen und Polizeieinsätze. Die beiden Geschäftsinhaberinnen haben ihre Goldschmiede samt Wohnungen gleich nebenan.

Außerdem gehe man davon aus, so heißt es in dem Schreiben weiter, dass eine „künftige touristische Nutzung des angrenzenden Seegrundstücks der Bayerischen Versicherungskammer unter der Spielothek leiden würde“. Daher der Appel an Bürgermeister Hagn und den Stadtrat: Man möge sich gegen die Spielothek weiter wehren und sich stattdessen für eine schöne und homogene Geschäfts- und Wohnwelt in Tegernsee einsetzen.

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