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Starke Regenfälle, steigende Pegel

Überflutungsgefahr am und um den Tegernsee

Dauerregen ist angesagt. Bis Donnerstag könnten bis zu 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter zusammenkommen. Hochwasser ist nicht ausgeschlossen. Die Überflutungsgefahr liegt inzwischen bei Warnstufe Orange.

Beim Hochwasser im Juni 2013 trat der See an vielen Stellen über die Ufer / Archivbild
Der Tegernsee bei hohem Pegelstand / Archivbild

Bis Donnerstagvormittag warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor weiterem und vor allem langanhaltendem Starkregen. Zwischen 50 und 100 Liter Wasser pro Quadratmeter sollen insgesamt vom Himmel fallen. Am Tegernsee selbst bleibt der Himmel daher heute tagsüber grau. Und auch in das Wochenende geht es wechselhaft:

Am Freitag bilden sich zeitweise Lücken in der Wolkendecke und die Temperatur steigt auf 17 Grad Celsius. Zwar kommt am Samstag die Sonne durch, aber schon am Sonntag ist wieder mit vereinzelten Schauern zu rechnen.

Maßgeblich verantwortlich für den Starkregen und die aktuelle Unterwetterwarnung sei die feuchtwarme Luft, die sich an den Alpen staut und in den nächsten 24 Stunden nach Süden abgedrängt wird, sagt der Schaftlacher Wetterfrosch Hans Wildermuth. Ein solches Tief sei typisch für die Jahreszeit. Durch den heftigen Starkregen stieg beispielsweise gestern Nachmittag der Pegel der Partnach in Garmisch-Partenkirchen derart stark an, dass im Ortsteil Wildenau Straßen überflutet wurden.

Wie die Polizei aktuell mitteilt versuchte ein 52-jähriger Mann gegen 16.30 Uhr, auf der überfluteten Straße mit dem Auto zu fahren, was ihm aber nicht gelang. Als er sein Fahrzeug verließ, wurde er von den Wassermassen fortgerissen. Daher warnt auch der DWD vor möglichen Gefahren:

Infolge des Dauerregens ist unter anderem Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen möglich. Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten.

Für den Tegernsee selbst besteht aktuell keine akute Hochwassergefahr, dafür aber mäßige Überflutungsgefahr Stufe Orange. In der Region wurde in den letzten 24 Stunden eine durchschnittliche Niederschlagsmenge von 69 Litern pro Quadratmeter (l/m²) registriert. Punktuell sind bis zu 108 l/m² Niederschlag gefallen. Der Mittelpunkt des Warngebietes befindet sich 23 Kilometer von Gmund entfernt.

Folgende Gebiete sind betroffen: Antdorf, Bad Heilbrunn, Bad Tölz, Bad Wiessee, Benediktbeuern, Bichl, Eglfing, Gaißach, Greiling, Großweil, Habach, Huglfing, Iffeldorf, Jachenau, Kochel, Kreuth, Krün, Königsdorf, Lenggries, Murnau am Staffelsee, Obersöchering, Ohlstadt, Penzberg, Reichersbeuern, Riegsee, Sachsenkam, Schlehdorf, Seehausen am Staffelsee, Seeshaupt, Sindelsdorf, Spatzenhausen, Waakirchen, Wackersberg, Wallgau, Warngau

Es können stellenweise Straßen überflutet werden, und Bäche sowieso kleinere Flüsse stark anschwellen. In tiefer gelegenen Region können zudem vereinzelt Keller volllaufen. Auch größere Flüsse im Einzugsgebiet der Regenfälle können in der Folge erhöhte Wasserstände führen. Bei anhaltenden und starken Regenfällen kann eine Verschärfung der Lage eintreten. Eine Anhebung auf die Hinweise Rot oder Violett könnte dann möglich sein. Bitte beachten Sie Folgendes:

– Halten Sie sich von kleineren Bächen und Flüssen unbedingt fern
– Fahren Sie nicht durch überflutete Straßen und Unterführungen
– Durchqueren Sie, wenn möglich, geflutete Straßen auch nicht zu Fuß. Schon geringe Wasserstände können bei hoher
Strömungsgeschwindigkeit Menschen mitreißen
– Gehen Sie bei Wassereinbruch nicht in den Keller
– Suchen Sie höher gelegene Bereiche/Etagen auf, wenn Wasserstände von Bächen und Flüssen stark ansteigen


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