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Erbengemeinschaft will verkaufen

Ungewisse Zukunft des Ritter-Areals

Das in die Jahre gekommene Hotel Ritter in Bad Wiessee soll verkauft werden. Noch immer ist unklar, was danach mit dem großen Areal in der Ortsmitte passiert. Die Gemeinde weiß bisher nur, was sie nicht will.

Was geschieht mit dem Hotel Ritter? Kommende Woche tagt der Gemeinderat in nicht-öffentlicher Sitzung erneut über das Grühn-Areal.

Seit gut zwei Jahren will die Familie Grühn, eine Erbengemeinschaft bestehend aus drei Geschwistern, das Hotel Ritter in der Münchner Straße in Bad Wiessee verkaufen. Interessenten gebe es genug für das 7.500 Quadratmeter große Areal. Doch ein entscheidender Faktor ist für den Verkauf noch offen: Was erlaubt die Gemeinde auf dem Grundstück in der Ortsmitte? Noch ist das Areal im Bebauungsplan als „Sondernutzung Hotel“ ausgewiesen.

Doch das aus dem Jahr 1928 stammende Hotel, das einst von Architekt Lorenz Grühn gebaut und seinen drei Kindern vermacht wurde, ist in die Jahre gekommen ist. Ein Weiterbetrieb ist daher eher unwahrscheinlich, viel eher wird das alte Gebäude abgerissen. Betroffen wäre bei einer neuen Bebauung des Grundstücks auch der Pavillon von Optik Riedel, der ebenso von der Erbengemeinschaft Grühn gepachtet ist. In nicht-öffentlicher Sitzung am kommenden Donnerstag (19.07.) soll ein Bevollmächtigter der Erbengemeinschaft nun dem Gemeinderat präsentieren, was sich die interessierten Investoren dort vorstellen können.

Einzelhandelsgutachten soll bei der Entscheidung helfen

Um unter anderem über die Zukunft des Grühn-Areals zu entscheiden, ließ die Gemeinde ein Einzelhandelsgutachten für den gesamten Ort erstellen. Wie berichtet, wird der Inhalt des Gutachtens derzeit allerdings noch unter Verschluss gehalten. Vor der Veröffentlichung des Inhalts müssen noch einige vertrauliche Dinge geklärt werden, so Bauamtsleiter Helmut Köckeis nun gegenüber dem Merkur.

Uschi Grühn, eine der Eigentümerinnen, fühlt sich derweil von der Gemeinde hingehalten. Ihrer Ansicht nach könne sie unabhängig von einem Einzelhandelsgutachten oder gar von einem Investorenauswahlverfahren handeln. Sie habe in den vergangenen Monaten verschiedene Anträge an die Gemeinde gestellt, doch diese seien bisher nicht behandelt worden. Köckeis weist diesen Vorwurf zurück. Es gebe zwar Anfragen, doch es handelt sich hierbei nicht um konkrete Entwürfe, die der Bauausschuss behandeln könnte.

Was wünschen sich die Bürger?

Für ein Konzept für das große Areal will sich die Gemeinde Zeit lassen. „Dabei wollen wir auch die Öffentlichkeit einbinden“, erklärt Köckeis gegenüber dem Merkur. Es handle sich um ein ortsprägenden Bereich. „Da geht es auch darum, was die Bürger wollen.“ Von den Wiesseern wird seit Längerem unter anderem ein Vollsortimenter mit Drogeriemarkt gewünscht.

Doch die Details, was dort möglich ist und was nicht, muss die Gemeinde erst noch abklären. Sicher ist laut Köckeis nur, dass die Gemeinde keinen Komplex will, in dem es ausschließlich Eigentumswohnungen gibt: „Da wären dann wieder nur die Rollläden unten.“


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