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Ein Kommentar zum Schlachtwahn

Wenn Föten aus Schafen ….

Von Martin

Unser Kommentator isst zwar Fleisch, spritzt sich aber keinerlei Haggis in den Körper. Angesichts der Umtriebe in Tegernsee fällt ihm beim Osterei-Futtern fast der Löffel aus der Lade. Ein Grund, mal kräftig den Kopf zu schütteln und auf die Tastatur zu hacken.

Lämmer essen oder sich doch lieber das Ungeborene spritzen lassen?

Ein Kommentar von Martin Calsow:
Kleine Anregung zu Ostern: Setzen Sie sich mit einem alten Bauern zusammen. Fragen Sie ihn mal, was er vom Schlachten von Kälbern oder Lämmern hält. Wahrscheinlich wird er den Kopf schütteln und schweigen. Warum? Kluge Bauern kämen nie auf die Idee, einen Milch- oder Wolllieferanten wenige Wochen nach der Geburt zu töten. Bis vor wenigen Jahrzehnten war Schafen ein langes Leben beschieden. Die Viecher können bis fünfzehn Jahre alt werden.

Der moderne Mensch hingegen mag das junge Fleisch. Zu Ostern werden Hunderttausende von Lämmern geschlachtet, besonders beliebt: das Milchlamm. Heisst so, weil es noch nicht einmal Zeit bekam, Gras zu fressen. Beim Essen sind wir ja nicht zimperlich.

Aber der irrsinnige Höhepunkt der Jungfleischgier ist die Frischzellentherapie. Da wird einem trächtigen Schaf schlicht das ungeborene Tier aus dem Leib geschnitten, zerhackt und zu einem Extrakt verarbeitet. Dies wiederum spritzen „Ärzte“ in die welken Körper zahlungskräftiger Menschen. Nicht in finsteren Hinterhof-Praxen, nein, große Häuser machen das, und das auch schon recht lang. So eine Klinik will man in Tegernsee eröffnen. Ist ja erlaubt, das Zerhacken. Da schaut man dann lieber mal weg, die Gewerbesteuer ist eben wichtiger.

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