Wiessee kann Badepark nicht alleine neu bauen
Wie kommt der Tegernsee wieder an ein Hallenbad?

von Nina Häußinger

Vorerst gibt es kein neues Schwimmbad für Bad Wiessee. Die Gemeinde kann das Projekt nicht stemmen. Doch es gibt eine neue Idee.

Der Wiesseer Badepark soll abgerissen werden – aber auf ein neues Schwimmbad muss das Tal nun länger warten, als gedacht

Schon in der Bürgerversammlung wurde deutlich: Bad Wiessee kann einen neuen Badepark aktuell nicht alleine realisieren. In einem Bürgerentscheid hatten die Wiesseer sich 2020 für den Neubau eines Schwimmbades ausgesprochen. Damals lautete die Frage:

Möchten Sie, dass der Badepark abgerissen wird und auf demselben Grundstück schnellstmöglich der Neubau eines Bades entsteht, welches mindestens die momentan vorhandenen Nutzungsmöglichkeiten beinhaltet?

Bis heute, zwei Jahre später, ist auf dem Grundstück jedoch nichts passiert und das alte Hallenbad ist geschlossen. In einer nicht öffentlichen Sitzung hat sich der Gemeinderat nun erneut mit dem Thema befasst und entschieden, dass das Projekt durch die Gemeinde alleine nicht darstellbar ist.

Gründe dafür sind unter anderem die Auswirkungen der Pandemie, die veränderte Weltwirtschaftslage und die Preisentwicklung der Energiepreise. Nun will man den beiden möglichen Betreiberfirmen, die bereits Finanzierungsmodelle vorgestellt haben, diese Entscheidung zunächst mitteilen.

Schwimmen im Tal nur möglich, wenn alle mitmachen

Für Kühn und das Wiesseer Gremium steht fest: Kommunales Schwimmen kann nur noch “als Gemeinschaftsprojekt mindestens aller Talgemeinden realisiert werden.”

Der Vorschlag der Gemeinde lautet, dass alle Talbürgermeister beratschlagen sollen, in welcher Form eine Zusammenarbeit für die Realisierung von Kommunalem Schwimmen stattfinden kann. Auch über den Standort für diese Einrichtung soll beratschlagt werden.

“Die Gemeinde Bad Wiessee bietet jedoch gerne an, das Flurstück des ehemaligen Badeparks hierfür zur Verfügung zu stellen”, heißt es in der Beschlussfassung des Gemeinderats. Bürgermeister Kühn soll diesen Prozess nun anstoßen. Der Gemeinderat regt außerdem an, dass ein interkommunales Gremium ins Leben gerufen werden könnte, um den Prozess zu starten und voranzutreiben.


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