TTT-Beirat hofft auf Senkung der Wiesseer Kurtaxe

Wird’s endlich einheitlich im Tegernseer Tal?

Von Filiz Eskiler

Die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) hat eine klare Haltung in der Diskussion um eine einheitliche Kurtaxe im Tegernseer Tal. Bisher tanzte die Wiesseer Gemeinde aus der Reihe. Der TTT-Beirat hat nun einen Vorschlag, wie man in Zukunft bei weiteren Erhöhungen vorgehen sollte – mit Verweis auf das neue Schwimmbad in Bad Wiessee.

Der TTT-Beirat wünscht sich Einheit im Tegernseer Tal. / Quelle: Peter Posztos

Nachdem die Gemeinde Bad Wiessee im Februar 2019 die Kurtaxe auf 3,30 Euro im Alleingang erhöht hatte, wurde eine Debatte entfacht. Vor allem der Kur- und Verkehrsverein protestierte damals. Seit den Kommunalwahlen im vergangenen Jahr ist nun Robert Kühn (SPD) Bürgermeister der Talgemeinde und packt das Thema erneut an: Bei der Gemeinderatssitzung am kommenden Donnerstag wird über eine einheitliche Kurtaxe im Tegernseer Tal entschieden.

TTT nimmt öffentlich Stellung

Der Beirat der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) begrüßt die Diskussion über die Senkung des Kurbeitrags auf drei Euro im Wiesseer Gemeinderat. Die Beiräte hoffen auf ein Votum der Gemeinderäte für die Absenkung und erklären:

Das Tegernseer Tal wird als eine touristische Zielregion wahrgenommen. Deswegen erwartet der Gast einen einheitlichen Kurbeitrag. Unterschiedliche Kurbeiträge erschweren ebenfalls die Verwaltungsabläufe.

Das Tegernseer Tal sei eine Qualitätsdestination, die viel zu bieten habe, heißt es weiter. “Der Kurbeitrag erscheint im Vergleich zu anderen deutschen Top-Destinationen, wie zum Beispiel Garmisch oder Sylt, mit drei Euro angemessen”.

Schließung des Badeparks sei eine Verschlechterung

Nachdem der Kurbeitrag im vergangenen Jahr in den anderen Talgemeinden nach neun Jahren von zwei Euro auf drei Euro angehoben wurde, empfiehlt der Beirat künftig kleinere Erhöhungen in kürzeren Abständen. Weitere Erhöhungen seien dann denkbar, wenn die Infrastruktur spürbar verbessert wird.

“Die aktuelle Schließung des einzigen öffentlichen Hallenschwimmbads im Tal ist zum Beispiel eher eine Verschlechterung”, erklären die Beiräte. “Sie fällt in der jetzigen Situation zum Glück nicht ins Gewicht”.

Der Beirat begrüße in diesem Zusammenhang aber sehr, dass eine so schnelle Einigung zur gemeinsamen Defizit-Finanzierung eines neuen Schwimmbads zwischen den Talgemeinden erzielt werden konnte und hofft auf eine schnelle Realisierung des geplanten Neubaus.


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