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Holzkirchner fordern autofreies Langlaufen

Zu Fuß zur Thanner Loipe

Von Cornelia Schramm

Eine neue Langlauf-Loipe soll bald entlang der Thanner Straße verlaufen. Das wünschen sich Holzkirchner Langlauf-Fans. Die Unterschriften der Flurbesitzer sind da. Und der Schnee inzwischen auch. Jetzt fehlt nur noch die Zustimmung der Gemeinde.

Bereits 23,5 Kilometer lang ist das Langläufer-Eldorado in Holzkirchen. Auch nach Thann soll eine Loipe führen.
Bereits 23,5 Kilometer lang ist das Langläufer-Eldorado in Holzkirchen. Auch nach Thann soll eine Loipe führen.

Getreu dem Motto „Zu Fuß zur Loipe“ planen einige Holzkirchner „Langlauffreunde“ schon lange autofreies Langlaufen in Holzkirchen. Sie wünschen sich eine neue Loipenbahn für den Holzkirchner Ortsrand. Ab dem Neuen Friedhof am südlichen Ortsausgang soll die Loipe bis Thann parallel zur Straße verlaufen. Da viele Holzkirchner so zu Fuß zum Langlaufen gehen könnten, würden die Parkplätze in Hartpenning und Roggersdorf entlastet werden, meint Ursula Eberharter, von klein auf begeisterte Langläuferin. Denn gerade dort sei bei guten Bedingungen immer „die Hölle los“.

Bereits vor Antragstellung bei der Gemeinde Holzkirchen habe sie sich beim Landratsamt und Ordnungsamt informiert, berichtet Eberharter. Keinerlei Einwände hätte es gegeben. So war für die Holzkirchner Langlauffreunde klar: der gewünschten Loipe steht nichts im Wege. Gemeinsam mit den Unterschriften der betroffenen Flurbesitzer hätte man den Antrag bei der Gemeinde eingereicht. Dann kam die Ernüchterung:

Ich hatte schon einen Termin, um das fertige Schriftstück abzuholen. Ich war auf der Gemeinde und wurde vertagt. Laut Geschäftsleitung wäre es nicht möglich im Holzkirchner Süden zu spuren. Die Geschäftsleitung will diese Loipe auf keinen Fall, teilte mir hingegen das Ordnungsamt mit.

Seitdem warten die Langlauffreunde vergebens auf grünes Licht seitens der Gemeinde. Inzwischen liegt viel Schnee und die Loipe könnte schon gezogen sein, zeigt ihnen der wehmütige Blick aus dem Fenster. Holzkirchens Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) zeigt sich grundsätzlich „begeistert“ von der Idee. In seiner Abwesenheit hätte der Geschäftsleiter Robert Haunschild schon recherchiert. Die Bespurung der Loipe würde derzeit niemand übernehmen, bestätigt Löwis die Problematik.

Insgesamt gebe es in Holzkirchen rund 23 Kilometer Langlaufloipen, erklärt er. Das Spuren übernehmen jedoch ausschließlich ehrenamtliche Fahrer. Zwei Geräte stünden dabei zur Verfügung. Der gemeindeeigene Pistenbulli wäre alt und sehr schwer, weshalb er nur bei gefrorenem Boden eingesetzt werden könne. Das andere Spurgerät wäre Eigentum des TSV-Hartpenning, so Löwis weiter.

Keine Stegreif-Entscheidung möglich

„Aufgrund mehrerer Faktoren kann also über die Loipe nicht aus dem Stegreif entschieden werden“, stellt er klar. Auch wenn viele Bürger zu Fuß zur Loipe gehen würden, gebe es immer auch einige Autofahrer. Einer der Flurbesitzer müsste eventuell Parkplätze zur Verfügung stellen, stellt Löwis in Aussicht.

Lösungsvorschläge für die angedachten Probleme, habe Eberharter der Gemeinde schon im Vorfeld mitgeteilt. Sowohl am Neuen Friedhof als auch auf dem Feld der Sigls stünden Parkplätze zur Verfügung, weiß sie. Auch einen Fahrer könnten die Langlauffreunde laut Eberharter selbst stellen. Eine autofreie Loipe sieht sie als „kostenlosen Mehrwert für die Holzkirchner“. Viele Bürger würden sich freuen, schließt Eberharter.

Obwohl bisher noch alles „offen“ sei, stuft der Bürgermeister das Unterfangen für heuer als „etwas schwierig“ ein. Vielleicht findet sich jedoch ein Bulli-Fahrer, der Lust hat die Loipe pro bono an der Thanner Straße zu spuren. Bis dahin müssen sich die Holzkirchner Langlauffreunde aber noch in Geduld üben.

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