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Halbseitige Sperrung der Holzkirchner Ortsdurchfahrt führt zu Problemen

„Zu Stoßzeiten wird es heftig werden“

Von Daniela Otto

Und täglich grüßt die Baustelle: Ab dem 28. April wird die Ortsdurchfahrt im Ortskern von Holzkirchen einseitig gesperrt. Grund für die Sperrung ist die Verlegung von Fernwärmeleitungen und Glasfaserkabeln. Die Bauarbeiten dauern mindestens bis Ende Mai. Für den innerörtlichen Verkehr bedeutet das zusätzlichen Stress. Doch die Maßnahme sei ununmgänglich, betonen die Verantwortlichen in der Gemeinde.

Es wird eng: Ab dem 28.4. ist die Ortsdurchfahrt einseitig gesperrt.
Es wird eng: Ab dem 28.4. ist die Ortsdurchfahrt einseitig gesperrt.

Die Kreuzung am Oskar-von-Miller-Platz gehört zu einer der dichtbefahrensten Stellen im Ort. Ab dem 28.4. wird es hier noch enger: Zwischen Oskar-von-Miller-Platz und dem ehemaligen Baywa-Gelände wird die Münchner Straße einseitig gesperrt, damit die Gemeindewerke Fernwärme- und Glasfaserkabeln verlegen können. Das sei schon seit Jahren geplant, sagt Gabriele Rieger von der Gemeinde Holzkirchen.

Dabei ist die Münchner Straße die letzte große Straße, bei der die Leitungen eingezogen werden. Die Tölzer, Tegernseer und Rosenheimer Straße haben dies bereits hinter sich. Diese Sperrungen bedeuteten vor allem für die dort anliegenden Geschäfte eine Belastung, erklärt Bernd Weinmann. Der CSU-Politiker, der auch im Verkehrsausschuss sitzt, betont wie wichtig es sei, dass diese weiter angefahren werden können. „Das müssen auch die Bürger wissen“, so Weinmann. „Wir als Politiker müssen den Geschäftsinahbern zuhören und ihre Sorgen ernst nehmen.“

Im Ortskern ist die Verlegung der neuen Leitungen nicht zuletzt aufgrund der großen Baustelle am ehemaligen Baywa-Gelände dringlich: Der Neubau ist daran angeschlossen.

Es kann auch länger dauern

Was gut für die Leitungen ist, ist jedoch nicht gut für den Verkehr: Die Straße wird einseitig gesperrt, umgeleitet wird über die Nordumgehung. Wer vom Bahnhof in Richtung Ortsmitte fahren möchte, kann nach wie vor die Münchner Straße benutzen. Wer jedoch von der Ortsmitte in Richtung Bahnhof fahren will, muss auf die Umgehungsstraße ausweichen. „Wir müssen darauf drängen, dass es ordentliche Umfahrungen gibt“, sagt Weinmann. Die Nordumgehung hält er für die schnellste Lösung.

Geplant sind die Bauarbeiten bis Ende Mai. Diese können sich jedoch leicht verzögern: Oft seien die Leitungen alt und brüchig, erklärt Rieger. Außerdem werden auch der Kanal und die Elektroleitungen überprüft. Auch wenn hier alles „in einem Aufwasch“ geht, so Weinmann, sind Komplikationen und Verzögerungen nicht ausgeschlossen.

In Richtung Bahnhof geht es die kommenden Wochen nur noch über die Nordumgehung.
In Richtung Bahnhof geht es die kommenden Wochen nur noch über die Nordumgehung.

Vor allem aber bedeutet die vierwöchige Sperrung zusätzlichen Stress für den Straßenverkehr: „Das Verkehrschaos lässt sich nicht schätzen“, sagt Rieger. „Zu Stoßzeiten wird es heftig werden.“ Auch Elisabeth Dasch, ebenfalls Mitglied im Holzkirchner Verkehrsausschuss, teilt diese Einschätzung:

Das wird schon wieder ein Verkehrschaos verursachen.

Ortskundige dürften auf die Seitenstraßen auswachen, so die SPD-Politikerin. Vor allem in der Früh, wenn viele aus Tölz in Bahnhofsrichtung fahren, könnte die Belastung groß sein. Dennoch gibt es kaum eine Alternative. Die Leitungen müssten nun einmal verlegt werden, sagt Dasch. „Es ist eine Notwendigkeit, aber logistisch ein großes Problem.“

Von der Sperrung betroffen sind auch die Schulbusse und Linienbusse. Wie die RVO auf Nachfrage mitteilt, müssen in der Zeit der Arbeiten alle Busse in Richtung Bahnhof auf die Nordspange ausweichen. In der Konsequenz bedeutet das für die Kunden – darunter viele Pendler – dass sich die Ankunft am Bahnhof um gut Minuten verzögern wird. Dabei stellt das Busunternehmen klar, dass man unter anderem die Anschlüsse zur BOB nicht garantieren könne.

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