Mehrkosten für Holzkirchner BOB
Zugstrecke nach Salzburg wieder offen

von Lydia Dartsch

Dass die Bahnen einige Wochen lang nicht über die grenze nach Österreich gefahren sind, macht sich nun auch bei einem Unternehmen aus Holzkirchen bemerkbar: Die BOB beklagt Mehrkosten von mehreren Hunderttausend Euro.

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Die Grenzkontrollen behindern derzeit den Grenzverkehr des Meridian erheblich.

Seit gestern früh fahren wieder Züge von Freilassing nach Salzburg. Nach intensiven Gesprächen des Meridian mit der Bundespolizei und der österreichischen Bundesbahn (ÖBB) haben sich alle Beteiligten auf eine Lösung geeinigt, den Zugverkehr zwischen Freilassing und Salzburg wieder aufzunehmen, teilte die Bayerische Oberlandbahn aus Holzkirchen mit. Der erste Zug ab Freilassing fuhr gestern um 07:47 Uhr. Danach sollen die Züge wieder fahrplanmäßig bis Salzburg durchfahren.

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Zuerst bietet der Meridian zusammen mit der S-Bahn und der ÖBB mindestens einen Zwei-Stundentakt zwischen Salzburg und Freilassing an. Die Aufnahme des Verkehrs ist für die Kunden allerdings mit Einschränkungen wegen der Grenzkontrollen verbunden. So wird vor dem Zustieg in den Meridian eine Passkontrolle erfolgen.

Fahrplan soll sich bald normalisieren

Mit der Situation der vergangenen Wochen ist die BOB nicht zufrieden: „Wir stehen in engem Kontakt mit der Bundespolizei, der Politik und der ÖBB, um diese äußerst unbefriedigende Situation für unsere Fahrgäste zu verbessern“, sagt Bernd Rosenbusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der BOB. „Die letzten Wochen waren für uns kompliziert und schwierig. Nun scheinen wir einen Weg gefunden zu haben, diese viel genutzte und für unsere Kunden so wichtige Strecke nach Salzburg wieder bedienen zu können.” Bald will die BOB wieder einen normalen Fahrplan anbieten, so Rosenbusch weiter.

Seit über drei Wochen fahren die Meridian-Züge nur zwischen München und dem Grenzbahnhof Freilassing. Von Freilassing nach Salzburg wurden Busse eingesetzt. Umgekehrt sei dies nicht möglich gewesen, um nicht in den Verdacht des Schleusens zu kommen, so die Mitteilung des Unternehmens.

Infolge des eingeschränkten Verkehrs entstehen dem Meridian finanzielle Einbußen. So koste der tägliche Bus-Notverkehr von Freilassing nach Salzburg rund 5.000 Euro – bisher insgesamt rund 110.000 Euro. Hinzu kommen Einnahmeverluste von über 100.000 Euro pro Woche, weil weniger Fahrkarten von und nach Salzburg verkauft werden.

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