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Nach Horrorunfall in Reithamer Kurve

22-Jährige stirbt in Klinik

Von Nicole Posztos

Aktualisierung vom 16. September / 11:02 Uhr
Jetzt ist es traurige Gewissheit. Nachdem gestern Morgen eine 22-jährige mit ihrem Lupo frontal gegen einen Kieslaster fuhr ist sie am späten Nachmittag ihren schweren Verletzungen erlegen. Unterdessen ist die Polizei noch immer ratlos, wie der Unfall passieren konnte.

Am späten Nachmittag ist die junge Tölzerin ihren Verletzungen erlegen
Am späten Nachmittag ist die junge Tölzerin ihren Verletzungen erlegen / Foto: Thomas Gaulke

Rund eine halbe Stunde dauerte es bis die 22-Jährige aus ihrem Wrack befreit werden konnte. Sofort musste sie mit dem Rettungshubschrauber in eine Münchner Klinik gebracht werden. Doch dort konnten die Ärzte nichts mehr für die junge Tölzerin tun. Sie erlag ihren schweren Verletzungen.

Unterdessen rätselt die Polizei immer noch über dem Unfallhergang. Aus bislang ungeklärter Ursache war die 22-Jährige auf der Gegenfahrbahn gekommen, wo sie schließlich mit dem Sattelzug kollidierte. Die Polizei bittet nun Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, sich bei der Polzeiinspektion Holzkirchen zu melden.

Ursprünglicher Artikel vom 15.September 16:47 Uhr mit der Überschrift: 22-Jährige wird lebensgefährlich verletzt
Seit dem Mittag ist die nach dem schweren Unfall heute Morgen gesperrte Bundesstraße wieder freigegeben.

Die Ermittler rätseln jedoch, wie der Unfall passieren konnte. Der Zustand der schwer verletzten 22-jährigen Tölzerin ist unterdessen weiter kritisch.

Ein Spezialkran musste den schweren Kieslaster vom Unfallort abschleppen
Ein Spezialkran musste den schweren Kieslaster vom Unfallort abschleppen / Foto: Felix Wolf

Auch nach rund acht Stunden sind die Auswirkungen des heutigen Unfalls in der berüchtigten Reithamer Kurve immer noch deutlich zu sehen. Die Grünfläche ist verwüstet, die Straßenbegrenzung liegen abgeknickt am Boden.

Die gröbsten Verschmutzungen wurden von den Einsatzkräften jedoch mittlerweile entfernt und auch die Fahrzeuge sind abgeschleppt worden. Für den tonnenschweren Kieslaster musste extra ein Spezialkran anrücken. Um circa 12:30 Uhr hat die Polizei die B318 wieder freigegeben. Davor war sie stundenlang gesperrt.

Rettungsaktion dauert rund 30 Minuten

Nur schwer kann man sich daher vorstellen, was für ein Horrorunfall heute Morgen auf der Strecke passierte. Eine 22-jährige Tölzerin war aus noch ungeklärter Ursache mit ihrem VW-Lupo auf dem Weg in Richtung Tegernsee auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort kollidierte sie mit einem fünfachsigen Sattelzug.

Der Aufprall war so heftig, dass der Kleinwagen fahrerseitig völlig aufgerissen wurde und Fahrzeugteile wie der komplette Motor herausschleudert wurden und herumlagen. Erst nach rund einer halben Stunde gelang es den herbeigeeilten Einsatzkräften aus Warngau, Holzkirchen und Dürnbach die Schwerverletze aus dem völlig zerstörten Wagen zu befreien.

Nach der Erstversorgung am Unfallort wurde Sie schließlich mit dem Rettungshubschrauber „Christoph München“ auf dem schnellsten Wege in ein Münchner Krankenhaus verbracht um dort weiter behandelt zu werden. Ihr Zustand ist unverändert kritisch. Der leicht verletze LKW-Fahrer musste ins Krankenhaus nach Agatharied.

Rund eine halbe Stunde dauerte es, bis die Frau aus dem Fahrzeug befreit werden konnte
Rund eine halbe Stunde dauerte es, bis die Frau aus dem Fahrzeug befreit werden konnte / Foto: Thomas Gaulke

Sein tonnenschweres Fahrzeug kam erst nach knapp 40 Metern im Bereich der Böschung zum Stehen. Ein von der Staatsanwaltschaft bestellter Gutachter soll anhand der Spurenlage nun klären, wie der Unfall überhaupt passieren konnte. Weitere Angaben kann die Polizei derzeit nicht machen.

Bekannter Unfallschwerpunkt

Die Reithamer Kurve und die davor liegende Kreuzung an der ARAL-Tankstelle sind bekannt für ihre schweren, oftmals auch tödlichen Unfälle. Seit 2012 ereigneten sich mindestens vier größere Verkehrsunfälle mit zwei Toten und mehreren Verletzten. Erst Ende August wurde die Fahrerin eines VW nach einem Frontalcrash schwer verletzt.

Doch die Behörden sehen keinen Handlungsbedarf. Für sie ist die Stelle kein besonderer Unfallschwerpunkt. Erst 2015 tritt eine Kommission zusammen, die die Sachlage neu bewerten soll. Bis dahin machen die B 318 als eine der gefährlichsten Straßen Deutschlands und die als „Todeskurve“ berüchtigte Reithamer Kurve ihren Namen weiter alle Ehre.

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