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Corona-Ausbruch in Pflegeeinrichtung im Tegernseer Tal

36 Bewohner – 15 Mitarbeiter erkrankt

Von Redaktion

In einer Pflegeeinrichtung im Tegernseer Tal sind zahlreiche Bewohner und Mitarbeiter am Corona-Virus erkrankt. Derzeit versucht man, die Lage soweit möglich in den Griff zu bekommen. Schwere Verläufe schließt das Landratsamt aber nicht aus.

In einer Pflegeeinrichtung im Tegernseer Tal wurden 36 von 70 Bewohnern sowie 15 von 62 Mitarbeitern positiv auf das Coronavirus getestet. Es handelt sich um die Einrichtung, in der schon seit dem Jahreswechsel mehrere Mitarbeiter und Bewohner per Schnelltest positiv auf das Virus getestet wurden. Die Reihentestung mit PCR-Tests legte nun offen, dass sich das Virus in allen Wohnbereichen der Einrichtung verbreitet hat.

Das Gesundheitsamt sei in enger Abstimmung mit der Leitung der Einrichtung und hat sich schon vor Ort ein Bild von der Lage gemacht, so die Pressesprecherin des Landratsamts Sophie Stadler. Vor Ort berieten die Ärzte und Pflegefachleute des Gesundheitsamtes unter anderem hinsichtlich der Einrichtung von Pandemiezonen, der möglichen Verlegung von Bewohnern innerhalb des Hauses, sowie noch strengerer Hygienemaßnahmen. Die Vorschläge der Vertreter des Gesundheitsamtes seien nach ersten Erkenntnissen bereits sehr gut umgesetzt worden. Stadler betont:


Es ist jedoch allein schon aufgrund der Vielzahl von Infektionen nicht auszuschließen, dass es vermehrt zu schweren Verläufen innerhalb dieser höchst vulnerablen Personengruppe kommen kann.

Sowohl Bewohner als auch Mitarbeiter zeigen zum Teil deutliche Krankheitssymptome, jedoch ist aktuell bei keinem Bewohner eine stationäre Behandlung in einem Krankenhaus absehbar. Die Koordinierungsgruppe versucht in diesen Stunden, also sofort nach Bekanntwerden der zahlreichen Fälle, eine tägliche ärztliche Begutachtung aller Bewohner in der Einrichtung sicherzustellen.

„Zur Entlastung der Mitarbeiter in der Einrichtung sowie der Koordinierungsgruppe wird gebeten, von Nachfragen vorerst abzusehen und sich nicht an Spekulationen zu beteiligen“, so Stadler weiter. Sobald neue Informationen vorliegen, werden diese unverzüglich über die Pressestelle des Landratsamtes bekanntgegeben. Die medizinische Versorgung aller Bewohner sei sichergestellt. Wie es zu dem großen Ausbruchsgeschehen kommen konnte, sei bisher unklar, jedoch stehe für alle Beteiligten momentan auch die bestmögliche Versorgung der Bewohner im Vordergrund.

Laut RKI liegt die 7-Tage-Inzidenz aktuell bei 178.


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