Die Kriegsgräuel dieser dunklen Jahre dürften sich nie wiederholen, so die einhellige Forderung.
Im Gegensatz zum Vorjahr passte heute das Wetter so gar nicht zur Trauerstimmung bei der Gedenkfeier auf dem Soldatenfriedhof in Gmund. Bei strahlendem Sonnenschein marschierte um 8:15 Uhr der Zug vom Gmunder Bahnhof zuerst zur katholischen Pfarrkirche St. Äegidius, wo um 8:30 Uhr ein Gedenkgottesdienst stattfand. Eine gute Stunde später traf der Kirchenzug dann an der deutschen Kriegsgräberstätte in Gmund ein.
Dort warteten bereits zahlreiche Zuschauer und Unterstützer sowie Lokalpolitiker und militärische Vertreter verschiedener Länder. Gemeinsam beging man die Gedenkfeier für die Opfer der beiden Weltkriege mit Gebeten, zweisprachigen Ansprachen in deutsch und englisch, kurzen Lesungen und etwas Musik.
Mahnmale für den Frieden
Fast 400 Tote ruhen in Gmund nahe Kaltenbrunn, die in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs im Kampf oder in den Lazaretten des Tegernseer Tals gestorben sind. Diese Begräbnisstätte war der erste Soldatenfriedhof Bayerns. Wenige Kilometer entfernt in Dürnbach liegt der britische Soldatenfriedhof, der als letzte Ruhestätte für Luftwaffensoldaten aus dem Commonwealth dient. Dort fand im Anschluss an die erste Veranstaltung noch eine weitere Gedenkfeier statt.
In ihren kurzen Reden und Gebeten ermahnten sowohl die Kirchenvertreter, als auch die Abgesandten der Verbände und Organisationen zu mehr Völkerverständigung und einem friedlichen Miteinander. Kriegsgräuel dürfe es nie wieder geben, daher sollten auch die Geschehnisse der beiden Weltkriege nicht in Vergessenheit geraten.
Während der Veranstaltung spielte die Blaskapelle Gmund das Militärgebet. Insgesamt 18 Blumenkränze wurden niedergelegt, darunter auch jeweils einer von Landrat Wolfgang Rzehak und von Gmunds Bürgermeister Georg von Preysing. Am Ende beschlossen drei Salutschüsse der Gebirgsschützen und das Einholen der Fahnen diesen Teil der Gedenkfeierlichkeiten.
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