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Bio-Produkte aus dem Tal sollen besser vermarktet werden

Ab ins Supermarkt-Regal

Von Redaktion

Die Anerkennung als Öko-Modellregion bekam der Landkreis Miesbach vor fast einem Jahr. Jetzt zieht Marika Kinshofer von der Standortmarketing-Gesellschaft übers Land und wirbt in den Gemeinden für die Beteiligung an dem Projekt. In den Supermärkten soll es ein Regal extra für Produkte aus dem Miesbacher Land geben.

Seit Mai 2015: Öko-Modellregion Miesbacher Oberland / Archiv
Seit Mai 2015: Öko-Modellregion Miesbacher Oberland / Archiv

Auf der jüngsten Stadtratssitzung in Tegernsee hatte Marika Kinshofer Gelegenheit, den Stadträten das neue Modell vorzustellen. Kern ihres Anliegens: Auch Tegernsee soll sich aktiv an der Ausgestaltung der Öko-Modellregion beteiligen und einen eigenen Projektkatalog erstellen. Zusammen mit Verbänden und Organisationen kann die Stadt dann einen „Öko-Pakt“ schließen.

Der Lebensmittelhandel hat eine Schlüsselrolle

Hintergrund der Öko-Initiative ist ein ambitioniertes Ziel der Bayerischen Staatsregierung. Es geht darum die Erzeugung der regionalen Ökoprodukte bis 2020 zu verdoppeln und gleichzeitig den Importanteil an Bio-Produkten zu verringern. Denn die Nachfrage in Deutschland wächst, das inländische Angebot aber bleibt dahinter zurück. Damit sich das ändert, will man die Zahl der Bio-Betriebe erhöhen und den Wert des Öko-Landbaus und regionaler Lebensmittel im Bewusstsein der Menschen verankern.

„Der Landkreis Miesbach eignet sich besonders gut als Öko-Region“, davon ist Kinshofer überzeugt. Die nahe Landeshauptstadt und der Tourismus böten gute Absatzmöglichkeiten. Bereits 27 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe hätten auf die ökologische Bewirtschaftung umgestellt. Dass der Landkreis das Trinkwassereinzugsgebiet für die Stadtwerke München sei, habe sich als ein Motor für diese Entwicklung erwiesen.

Regionale Produkte sollen bekannter werden

Neue Investitionsmodelle sollen weiteren Landwirten bei der Umstellung helfen. Der Erwerb von „Genussrechten“ die eingelöst und in Naturalien ausgezahlt werden, wenn die Investition verwirklicht ist, gehört zu diesen unkonventionellen Möglichkeiten. Als konkrete Beispiele für Öko-Produkte nannte Kinshofer den Anbau von Bio-Kräutern im Leitzachtal, biologische Weiderind-Erzeugnisse, Bio-Milchprodukte aus dem Landkreis oder die Erzeugung und Vermarktung von Bio-Eiern.

Dabei komme es darauf an, den Bekanntheitsgrad regionaler Produkte zu steigern. Dem Lebensmittelhandel kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Angedacht sei ein eigenes Regal im Laden mit der Aufschrift: „Aus der Öko-Region Miesbacher Oberland“. Dabei sieht Kinshofer das Tegernseer Tal als potenziellen Vorreiter innerhalb der Milchproduktion. Da hier sehr viele Landwirte Milchvieh halten, sieht sie hier eine Chance eines Bio-Ökomodell Projektes. Die Stadt denkt derweil über eine mögliche Teilnahme nach.


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