Bauarbeiten am Bahnübergang gehen in letzte Runde

Ab morgen: Kein Durchkommen in Hausham

Von Filiz Eskiler

Es ist die letzte Phase der Ewigkeitsbaustelle in Hausham. Mal wieder steht eine Vollsperrung an. Bis September müssen Anlieger und Gewerbebetreibende noch aushalten.

Aktuell ist der Verkehr an der Ortsdurchfahrt zwischen Hausham und Schliersee noch mit einer Ampel geregelt.

Seit über einem Jahr wird in Hausham gebaut. Nachdem der Bahnübergang schon seit Jahren diskutiert wird, wurde der Übergang mittlerweile bereits rund 90 Meter nach Norden verlegt. Dank der dringend notwendigen Büstra-Anlage, eine Bahnübergangs- und Straßensteuerungsanlage, werden die Schranken nun nicht mehr per Hand bedient.

Nachdem diese Arbeiten Ende 2021 abgeschlossen waren, ist man seit Anfang des Jahres mit der Schlierseer Straße Süd beschäftigt. Dort wurden bereits sämtliche Sparten um- und neu verlegt. Ein Regenwasserkanal wurde neu gebaut, der Gehweg rechts an der B307 Richtung Schliersee wurde erneuert und links ein Geh- und Radweg neu angelegt. Auch zwei Querungsinseln sind entstanden.

Letzte Phase: Was steht noch an?

Jetzt werden die Arbeiten an der Schlierseer Straße zum Abschluss gebracht. Die Straße auf einer Länge von rund 250 Metern, im Bereich zwischen der Einmündung Althaushamer Straße und dem Ortsende, soll voll ausgebaut werden. Dafür stehen jetzt Asphaltierungen an.

Wer ab morgen von Hausham nach Schliersee will, muss über Fischbachau fahren. / Quelle: Google Maps

Die halbseitige Sperrung wird daher bleiben. Ab morgen sei allerdings vorerst eine Vollsperrung bis zum 19. August notwendig, so das Staatliche Bauamt Rosenheim. Alexander Eisner, zuständig für den Landkreis Miesbach, erklärt:

In diesen knapp drei Wochen werden die beiden Querungsinseln gepflastert. Danach folgen die Asphaltierungs- und die Markierungsarbeiten. Der Asphalt wird dabei in insgesamt drei Schichten aufgebracht, Tragschicht, Binderschicht und Deckschicht, die mit Haftkleber dauerhaft verbunden werden.

Damit wird eine Strecke, die sich gewöhnlich durch viel Verkehr auszeichnet, gesperrt sein. Eine kleinräumige Umleitung komme auf Grund des Verkehrsaufkommens nicht in Frage. Stattdessen wird ab morgen über die Staatsstraßen, die zur Aufnahme des überörtlichen Verkehrs vorgesehen sind, umgeleitet. Das heißt: wer von Hausham nach Schliersee will, muss über Agatharied nach Wörsmühl und Fischbachau.

Kürzere Schleichwege wie hier an der Schlierachstraße sind tabu.

Sondergenehmigungen gibt es bei berechtigtem Interesse bei der Gemeinde Hausham. Wer die Genehmigung hat, darf dann auch auf kürzerem Weg zwischen Schliersee und Hausham fahren: in Richtung Schliersee geht es über die Geißstraße via Hühnerhof zur B 307. Autofahrer von Schliersee nach Hausham dürfen über die Karl-Haider-Straße und Althausham fahren. Aber wie bereits gesagt: nur mit Sondergenehmigung der Gemeinde.

Bei Anliegern und Gewerbebetreibenden sorgt die Baustelle schon seit Langem für Ärger. Das Bauamt bittet um Verständnis: „Nicht mehr lange und die Bürgerinnen und Bürger von Hausham haben nach langer Zeit und für lange Zeit einen komplett neu gestalteten Bahnübergangs-Bereich“, tröstet Eisner. Läuft alles nach Plan, sind die Bauarbeiten bis Ende September abgeschlossen.

Die Kosten für diesen abschließenden Teil der Gesamtmaßnahme betragen rund 1,2 Millionen Euro. Der Betrag wird zum Großteil von Bundesmitteln des Freistaates Bayern getragen. Etwa 200.000 Euro übernimmt die Gemeinde Hausham selbst.


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