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Die Vibrationsplatte im Test

Abnehmen durch Zittern

Von Nina Häußinger

Auf einer Platte stehen, sich durchrütteln lassen und dabei abnehmen. Klingt verlockend für alle, die nicht mit Leidenschaft Sport treiben. Auch mich fasziniert mich die Idee der Vibrationsplatte.

Viel weiß ich allerdings nicht darüber. Ist das Training tatsächlich mit keinerlei Anstrengung verbunden? Welche Risikofaktoren gibt es? Um den Fragen auf den Grund zu gehen, habe ich das Ganze einfach ausprobiert.

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Die Vibrationsplatte im Medius in Tegernsee

Ich buche eine Trainerstunde im Medius in Tegernsee, um mir alles genau zeigen und erklären zu lassen. Und natürlich, um es zu testen. Sebastian Roth empfängt mich, und nachdem ich mich umgezogen habe, geht’s auch direkt los.

„Hoffentlich sieht mich niemand“

„Aufrecht auf die Platte stellen, Hände an die Stangen vor dir, Bauch rein, Brust raus und Körperspannung“, weist er mich ein. Nachdem Zeit und Intensität eingestellt sind, fängt der Rüttelspaß an. Mein erster Gedanke: „Hoffentlich sieht mich niemand.“

Ich werde von Kopf bis Fuß ordentlich durchgeschüttelt, und das, obwohl ich noch auf niedriger Stufe trainiere. Eine Minute, dann ist die erste Einheit vorbei. Ein ungewohntes Gefühl, muss ich sagen, anstrengend ist das bloße Draufstehen jedoch nicht.

Aber mein Personaltrainer Basti hat sich natürlich Übungen für mich überlegt. Sit-ups, Liegestützen, Armtraining. Alles komplett auf der Platte stehend oder liegend. Nach einer knappen halben Stunde habe ich Übungen für sämtliche Körperpartien gemacht. Beim Absteigen von der Platte habe ich zittrige Arme und Beine und ein leichtes Schwindelgefühl.

Mit der Power Plate durchs Weltall

Die Funktionsweise der Vibrationsplatte wurde schon vor 50 Jahren in der Raumfahrt eingesetzt, um dem Muskelrückgang in der Schwerelosigkeit des Weltalls entgegenzuwirken. Auch das Medius hat seine „fitvibe medical“ jetzt schon acht Jahre. Trotzdem ist der richtige Hype erst in den vergangenen ein bis zwei Jahren losgegangen.

2.400 Muskelkontraktionen können pro Minute ausgelöst werden. Dabei wird nahezu die gesamte Muskulatur aktiviert. Man kann sich auf der Platte ebenso entspannen wie kräftigen. Das hängt ganz von den Einstellungen ab. Insgesamt ist es prädestiniert für alle, die in kurzer Zeit ein effektives Training absolvieren möchten.

In Wiessee ist man spezialisiert auf die Platte

Susanne Woll vom Power Plate Center in Bad Wiessee meint, dass die Trainingseinheit mit der „Platte“ zu einem hochintensiven und -effektiven Krafttraining führt. Gleichzeitig fühle man sich dabei aber auch gut.

Das Training auf der Power Plate ist tatsächlich kurz, aber sehr effektiv, weil intensiv! Wer denkt, er könne sich einfach auf die Platte stellen, werde einmal kräftig durchgeschüttelt und steige dann erschlankt wieder ab, täuscht sich leider gewaltig. Denn auch hier gilt der Grundsatz: Ohne Schweiß kein Preis.

Trainiert man zweimal in der Woche für 20 Minuten, dann erspart einem die Power Plate rund eine Stunde an einem normalen Gerät. Laut Hersteller kann man sich außerdem sicher sein, dass nach vier bis sechs Wochen schon die ersten Resultate zu erfahren und sichtbar sind! Zwar wird die Nutzung in den vergangenen Jahren deutlich mehr, Susanne Woll meint allerdings, man müsse noch mehr Aufklärung und Werbung für die Vorteile dieser Trainingsmethode machen.

Risiken bei der Nutzung?

Die Schwingungen, die durch die Auf- und Abbewegungen der Platten in den Körper geleitet werden, haben viele positive Effekte. Darunter vor allem Steigerung der Muskelkraft, aber auch Verbesserung der Beweglichkeit. In der Medizin werden die Geräte gerne für Osteoporose-Patienten eingesetzt, da so die Knochendichte erhöht wird.

Natürlich ist die Nutzung der Platte aber nicht für jeden geeignet. „Bei schwangeren und völlig untrainierten Menschen würde ich das nicht empfehlen“, warnt Roth vom Medius. Man brauche eine gewisse Körperspannung, um den Vibrationen standzuhalten. Manche Menschen vertragen das Gerüttel auch schlichtweg nicht, da ihnen schwindlig oder übel wird.

Fazit

Abschließend muss ich sagen, dass ich in den folgenden Tagen einen ordentlichen Muskelkater hatte und überrascht war, wie viele Körperpartien ich in so kurzer Zeit trainiert habe.

Wirklich ins Schwitzen bin ich beim Training auch nicht gekommen. Aber es geht ja nicht um Ausdauer, sondern um den Muskelaufbau. Bei Zeitmangel oder als Trainingsergänzung ist die Power Plate also eine wirklich gute Sache. Ich jedenfalls habe beschlossen, das Ganze noch eine Weile auszuprobieren.

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