Corona-Maßnahmen: So geht Bayern vor
Am 18. Mai öffnen die Biergärten

von Redaktion

In den letzten Wochen gab es schrittweise Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gibt nun den langfristigen Plan für die nächste Zeit bekannt. Nun ist klar, wann Gastronomie und Hotellerie wieder öffnen dürfen.

Ministerpräsident Markus Söder stellte heute eine “bayerische Exit-Strategie” vor. / Quelle: BR24

Ministerpräsident Markus Söder informierte Bayern in diesen Minuten über den Exit-Plan. „Das ist ein Angebot nicht nur für Bayern – sondern auch für morgen. Ein Modell, wie der vorsichtige Weg aussehen kann“, sagt Söder. Dieser Weg sei auch mit der Bundeskanzlerin und Baden-Württemberg abgesprochen.

Bayern will schrittweise vorsichtig öffnen. Zeitlich später als andere. Warum ist die Zeit richtig? Die Erfolge seien eindeutig sichtbar, sagt Söder und betont:

Jetzt ist Corona unter Kontrolle.

Trotzdem sei “langsam und sicher das Gebot.” Heute sei die Zeit zum Handeln. Ein Modell für den umsichtigen und vorsichtigen Weg. „Wir werden längere Zeitachsen definieren und Perspektiven setzen“, so Söder weiter. Er nennt es eine Atmende Strategie – Passen die Zahlen, bleibt es dabei. Verschlechtern sich die Zahlen, wird zurückgefahren. Bayern hat einen genauen Stufenplan entwickelt, der eine deutliche Verzögerung der Lockerung im Vergleich zu anderen Bundesländern vorsieht. „Das ist eine Kombination aus Vorsicht und Freiheit“, betont Söder.

Folgende Maßnahmen werden beschlossen:

  • Ausgangsbeschränkung wird ab morgen in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Es ist erlaubt rauszugehen. Aber: 1,5 Meter Abstand, Distanzgebot bleibt, “wir wollen keine Gruppenbildungen”.
  • Verwandte dürfen ab jetzt besucht werden.

Pflegeeinrichtungen:

Alten- und Pflegeheime, Behinderteneinrichtungen und Krankenhäuser: Ab Samstag und Sonntag: Besuch unter Voraussetzungen möglich. Mit Maske, mit Abstand, wenn möglich im Freien. Außerdem soll es genaue Besuchszeiten geben.

 

Kita und Kindergarten öffnen wie folgt:

  • 11. Mai
    Kinder mit Eingliederungsbedarf.
    Härtefälle
    Familienbetreuungsgruppen und Tagesmütter werden erlaubt
  • Ab 25. Mai
    Waldkindergärten und Vorschulkinder
  • Ab morgen werden alle Spielplätze geöffnet.

Schulen

  • Masken: Keine Maskenpflicht im Unterricht. Aber an der Schule – Pausenhof, Sanitäre Einrichtungen, Schulgänge
  • Unterricht im Blockunterricht
  • Bis Pfingsten sollen 50 Prozent der Schüler in die Schule zurückkehren
  • 18. Mai und 25. Mai – jüngere Schüler sollen aufgenommen werden – 5. und 6. Klasse im Wechsel (Blockunterricht)
  • Bis Pfingsten eine gelockerte Präsenzpflicht, wenn Eltern Angst haben
  • Ferienzeiten bleiben – es gibt Notfallbetreuung
  • Notenschluss wird erst Ende Juli sein

Einzelhandel und Handwerk

  • Ab 11. Mai wird die 800 Quadratmeterregel aufgehoben
  • Maximale Einlasszahl und Maskenpflicht bleiben
  • Auch Einkaufcenter dürfen aufmachen – sollten sich regional Zahlen verschlechtern, kann die 20 Quadratmeter-Regel pro Person auf 30 erhöht werden
  • Ab 11. Mai dürfen auch Kosmetikstudios wieder öffnen

Gastronomie und Hotellerie

  • 18. Mai öffnet die Außengastronomie. Geöffnet bis 20 Uhr.
  • 25. Mai öffnen Speiselokale – mit strengen Hygienekonzepten.
    Jeder zweite Tisch nur belegt, Zonen für Familien, Masken für Küche und Kellner und eine Maske, die man selber trägt, bis zum Platz und auf die Toilette. Geöffnet bis 22 Uhr.
  • Zu Pfingsten am 30. Mai wird Hotel- und Tourismus zugelassen – ohne Wellness, Sauna und Schwimmbäder
  • Ferienwohnungen und Campingplätze öffnen


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