Bau des Hundehauses in Rottach-Egern
Am Tierheim tut sich was…

von Laetitia Schwende

Im Rottacher Tierheim tut sich was. Nachdem bereits vor längerem der Bau eines neuen Hundehauses beschlossen wurden, sind die Arbeiten nun in vollem Gange. Nicht nur Fellnasen werden dort Platz finden.

Der Bau des neuen Hundehauses schreitet voran. Rechts: Architektin Manuela Saller und Tierschutzvereinsvorsitzende Johanna Ecker-Schotte.

Die Sonne scheint ausnahmsweise mal wieder auf den großzügigen Holzbau in den Weißachauen. Johanna Ecker-Schotte, Vorsitzende des Tierschutzvereins und die Architektin des Neubaus, Manuela Saller huschen bereits geschäftig über die Baustelle. Pläne werden besprochen, die hohen Fenster gerade eingebaut. Hell, luftig und freundlich wirkt das neue Hundehaus. Grund dafür ist das helle Holz, eine hohe Raumhöhe und die zahlreichen Fenster, die Licht spenden.

Auf den rund 290 Quadratmeter Fläche des Gebäudes und dem 375 Quadratmeter großen Außenbereich stehen zahlreiche Räume für zukünftige Bewohner bereit. Besonders wichtig: Eine komplett separierte Quarantänestation, mit eigener Hundedusche, Waschmaschine, Trockner und Schleuse. Hier kommen Tiere unter, die null Kontakt zu den anderen Hunden haben sollen, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.

Die 10 sonstigen Hundezimmer sind für je ein Tier ausgelegt, jedoch mit der Möglichkeit zu vergrößern und auch mehrere Hunde zusammen zu halten. Ecker-Schotte findet:

Das wäre sehr wünschenswert für die Sozialisierung der Hunde.

Im hinteren Trakt ist dann Platz für alle möglichen weiteren Tiere. Ein Stall gibt Platz für Ziegen, Schafe oder auch mal eine Kuh oder ein Pferd. “Eigentlich ein multifunktionaler Raum”, zwinkert Ecker Schotte.

Mehr als nur Hundehaus

In der Nähe eines Lagerraums findet sich dann noch Platz für Geflügel und Nager. Für Hühner oder ähnliche Tiere sei es ebenso wichtig, diese komplett separieren zu können, falls wie vor Kurzem wieder die Geflügelpest auf dem Vormarsch ist. Und auch für die anderen Vögel ist gesorgt. Momentan leben Papageien und Wellensittige bereits in geräumigen Volieren, doch zukünftig wird es noch ein eigenes Vogelzimmer mit Freiflugvoliere geben.

Gute Aussichten also, für ein artgerechtes Übergangsheim für verlassene Tiere. Das Thema Tierschutz im Allgemeinen liegt Ecker-Schotte am Herzen, deshalb gibt es in einem Besprechungsraum die Möglichkeit, Seminare und Vorträge mit bis zu 20 Personen abzuhalten. Gegen Winter sollte das Mehrzweckhaus dann bezugsfertig sein.


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