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Tegernsee

An der Point wird gebohrt

Von Nina Häußinger

Die Point ist heute ein beliebter Badeort am Tegernsee. Früher war hier jedoch die Mülldeponie der Stadt. In dieser Woche finden erneut Bohrungen statt, um herauszufinden, ob das Grundwasser verunreinigt ist. Dabei kann es zu ein paar Einschränkungen kommen.

Der nordwestliche Seeuferweg in Tegernsee ist aktuell auf Grund von Bauarbeiten gesperrt

An der Point wird gebohrt. Der Grund: Von 1920 bis 1950 war das heutige Freizeitgelände mit Badestelle, Fußball- und Beachvolleyballplätzen eine Mülldeponie. Die Folgen bekommt die Stadt bis heute zu spüren. Seit 2016 wird die 9000 Quadratmeter große Fläche untersucht. Immer wieder werden Bohrungen fällig. Bauamtsleiterin Bettina Koch erklärt dazu auf Nachfrage:

Im Juli 2016 wurden 5 Bohrungen für die weiteren Detailuntersuchungen auf der Point durchgeführt. Im Laufe des Jahres 2016 und 2017 fanden Untersuchungen statt. Das Gutachten vom August 2018 liegt dem Landratsamt Miesbach und dem WWA Rosenheim vor.

Im Ergebnis bestehe für die Nutzung als Park- und Freizeitanlage kein Sanierungs- oder Sicherungsbedarf. Auch aus chemischer Sicht lasse sich für den Tegernsee gemäß der Stellungnahme des Landratsamtes vom Januar 2019 keine Beeinträchtigung durch die Altdeponie erkennen. „Es werden jedoch weitere Untersuchungen erforderlich. Diese Untersuchungen müssen in Abstimmung mit der Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern mbH (GAB) organisiert werden. Hierfür bedarf es auch Verträge zwischen der GAB und der Stadt“, so Koch weiter.

Bohrungen in dieser Woche

Und genau solche Bohrungen werden in dieser Woche nun durchgeführt. An drei Tage wird der nordwestliche Seeuferweg für die Dauer der Arbeiten gesperrt. Für die Anwohner und Badegäste kann es außerdem ein bisschen laut werden. Koch erklärt weiter:

Sobald die Bohrungen fertig gestellt sind, schließen sich zusammen mit den bereits vorhandenen Messstellen zwei weitere Messzyklen im Herbst und Frühjahr 2021 an.

Mit den zusätzlichen Untersuchungen soll geklärt werden, ob eine Grundwassergefährdung vorliegt. Außerdem werde das Grüngut untersucht und geprüft, ob es als Nutzpflanze verwendet werden darf. „Zur Kontrolle der Qualität des Tegernsees als Badesee hat das Landratsamt noch empfohlen, das Seewasser in diesem Bereich zu beproben“, sagt die Bauamtsleiterin.
Wenn alle Untersuchungsergebnisse vorliegen, wird seitens der Fachbehörden entschieden, ob Sanierungsmaßnahmen notwendig werden. Diese Arbeiten werden dann in Abstimmung mit der GAB abgewickelt.


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