Algen im Kirchsee versunsichern Badegäste
Angriff der “Glibber-Klumpen”

von Laura Lorefice

Im Kirchsee lässt sich vieles entdecken: Fische, Frösche, kniehohes Moor und die ein oder andere Wasserschlange – Aber “Glibber-Klumpen”? Badegäste haben eine schleimige Substanz im Wasser beobachtet. Nun sind einige verunsichert.

Auch viele Holzkirchner kommen an den schönen Kirchsee. Hier fand man die  "Glibber-Klumpen".
Auch viele Holzkirchner kommen an den schönen Kirchsee. Hier fand man die “Glibber-Klumpen”.

Der Kirchsee ist ein beliebter Badesee für Einheimische und Touristen. Gerade von Holzkirchen aus, fährt man schneller mal an den Kirchsee, als die staubelastete Strecke an den Tegernsee. Auch letztes Wochenende besuchten wieder viele Badegäste den heimischen See. Doch komische “Glibber-Klumpen” im Wasser sorgen nun für Verunsicherung. Unsere Redaktion erreichten vor kurzem Leserzuschriften, die beschreiben, dass “feste, gummiartige, feuchte Klumpen” im Kirchsee nahe Sachsenkam schwimmen.

Die tischtennisballgroße, schleimige Substanz sorgt für Verunsicherung bei den Badegästen. Manche Klumpen schwimmen an der Wasseroberfläche, aber die meisten würden am Grund sitzen. Stammbadegäste, die seit Jahren im Kirchsee baden, sind die Klumpen ebenfalls neu. Viele fragen sich nun, ob die glibberige Substanz gesundheitsschädlich ist und auf Verschmutzung hindeutet.

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Kein Grund zur Besorgnis

Doch das Landratsamt gibt Entwarnung. Zufällig war am Montagmorgen Hygienekontrolleur Michael Wagner ohnehin am Kirchsee, um eine Gewässerprobe zu entnehmen. Das Ergebnis wird für Ende der Woche erwartet. Die letzte Probe fand turnusgemäß im April statt, und da war der Kirchsee „mikrobiologisch einwandfrei“, so Wagner gegenüber dem Merkur.

Laut dem Experten sind die “Glibber-Klumpen” wahrscheinlich lediglich Algen, die sich zum Beispiel bei stark wechselhaftem Wetter bilden können – was bei den derzeitigen Temperaturschwankungen zutrifft. Ähnliches könne man durchaus auch in Pfützen entdecken. Um genau bestimmen zu können, um welche Algenart es sich handelt, hat Wagner weitere Proben entnommen und sie ans Bayerische Landesamt für Gesundheit geschickt.

Die Untersuchung wird aber zirka zehn Tage dauern, sagt der Wasserexperte. Grund zur Sorge gibt es jedenfalls nicht. Seit Jahren schon ist Kirchsee „eines der besten Badegewässer in unserer Region“.

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