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Neue Möglichkeiten für junge Familien?

Arbeitskreis Zukunft: Was aus Waldschütz Vorschlag geworden ist

Von Nina Häußinger

Die Frage der Überalterung verfolgt das Tal wohl noch “ein wenig”. Immer wieder wird thematisiert, dass viele ältere Leute am Tegernsee leben und zu wenig junge Familien die Möglichkeit bekommen hier sesshaft zu werden.

So gilt Bad Wiessee ja schon immer als das „Rentnerviertel“, Rottach-Egern und Tegernsee hingegen eher als Jugendtreffpunkt und Gmund ist für viele eh schon ausgestorben. Die Formulierung ist sicherlich ein wenig überspitzt. Doch an diesem Punkt setzen seit neuestem Initiativen an, die das nicht mehr hinnehmen können.

Bei der Bürgerversammlung in Tegernsee

Dass man diese Vorurteile nicht unbedingt so stehen lassen kann, haben wir letzte Woche schon durch die Veröffentlichung der Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung durch das Bayrische Landesamt für Statistik nachgewiesen.

Trotzdem fragte sich am Mittwoch auf der Bürgerversammlung Hanni Lorenz, Initiatorin des Tegernseer Familienforums, „ob eine Investition in die Jugend, für die Gemeinde eigentlich Verschwendung ist.“ Zu Recht, werden einige sagen, die mit Lorenz einer Meinung sind. Auch Dekan Walter Waldschütz hatte sich bereits vor einem Jahr geäußert, “wie besorgniserregend” er die Entwicklung finde und dass “dringend Abhilfe geschaffen werden muss.”

„Arbeitskreis Zukunft“

Ebenfalls auf der Bürgerversammlung vor einem Jahr brachte er deshalb den Vorschlag für einen „Arbeitskreis Zukunft“ ein. Dieser sollte aus Politikern, der Kirche und anderen Organisationen bestehen, die sich Möglichkeiten überlegen, das Leben einer jungen Familie mit Kindern im Tal leichter finanzierbar zu machen.

Dekan Walter Waldschütz

In Waldschütz` damaligem Lob, dass von Seiten des Stadtrates sehr viel gemacht werde für die Kinder der Stadt, schwang die Besorgnis mit, dass dies “in 10 bis 15 Jahren vielleicht gar nicht mehr gebraucht wird, weil wir keine Kinder mehr haben”.

Der Dekan wies auch darauf hin, dass er und seine Mitarbeiter “deutlich mehr mit Trauerarbeit als mit Taufen” zu tun hätten. Und das sei, so Waldschütz eine besorgniserregende Entwicklung.

Der Ansatz des Dekans: Nach Vorbild des Arbeitskreises Energie könne man einen Arbeitskreis Zukunft gründen. Dies funktioniere auch in anderen Gemeinden. Jetzt haben wir ihn gefragt, was aus diesem Vorhaben geworden ist.

Wir haben uns mit verschiedenen Leuten zusammengesetzt, Forderungen aufgestellt und Aufgaben verteilt. Im Zentrum stand die Frage: Was ist möglich? Bisher läuft es sehr gut und wir bleiben auf jeden Fall dran an dem Thema.

Seiner Meinung nach ist es durchaus schön, dass es auch viele seniore Menschen hier am Tegernsee hält, aber irgendwo müsse man doch ein Gleichgewicht zwischen alt und jung finden. Dazu müssten nach Waldschütz alle beitragen, wobei er betont, dass die Stadt bereits jetzt schon viel Engagement an den Tag legt.

Tegernseer Tal für junge Leute attraktiv?

Auf die Frage was es für junge Leute überhaupt für Gründe gibt im Tal zu bleiben oder sogar hierher zu ziehen antwortete er folgendes: „Das Familienforum bemüht sich darum, auch Lokalitäten für junge Menschen zu schaffen, Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Auf der Bürgerversammlung am Mittwoch wurde von Hanni Lorenz angeregt, das brachliegende Krankenhausgelände in Tegernsee doch für ortsansässige Familien und Jugendliche zu nutzen und dort soziale Wohnungen hinzustellen. Dabei merkte sie auch an, dass man das ja eventuell in Zusammenarbeit mit der Kirche verwirklichen könne.

Dazu meint Waldschütz, “dass die Kirche bereits Siedlungswerke und Familiengebäude besitze”. Außerdem “kann man das nicht so einfach entscheiden, sondern muss erst mal einen Antrag stellen um das Vorhaben zu prüfen.” Waldschütz könnte sich eine Mitarbeit bei diesem ambitionierten Projekt durchaus vorstellen, wenn es auch von anderen Seiten gefördert werden würde. Konkrete Schritte habe man bislang aber noch nicht unternommen.


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