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TUS Holzkirchen organisiert Trainingseinheit für Asylbewerber

Integration durch Körbe werfen

Von Cornelia Schramm

Sich erfolgreich integrieren, ein Ziel für die Holzkirchner Asylbewerber. Nicht nur der Alltag in völlig ungewohnter Umgebung muss bewältigt werden, sondern auch die Sprache soll bald sitzen. Aber auch eine ausgewogene Freizeitgestaltung trägt zur Integration bei. Besonders beliebt: Sport. Deshalb stellt der TUS Holzkirchen die Halle zum Basketballtraining zur Verfügung.

Bald wollen auch Asylbewerber an Basketballspielen in Holzkirchen teilnehmen.
Bald wollen auch Asylbewerber an Basketballspielen in Holzkirchen teilnehmen.

Ehrenamtliche helfen den Asylbewerbern tagtäglich bei der Bewältigung des Alltags. So hat man für die Bereiche Sprache, Alltag und Freizeit Arbeitskreise gebildet, weiß Paolo Fontana. Er ist aktiv im Vorstand der Abteilung Basketball des TUS Holzkirchen. Zusammen mit dem Helfer-Arbeitskreis „Sport, Freizeit, Kultur und Religion“ hat er für die Asylbewerber eine Trainingseinheit initiiert.

Seit Anfang Oktober stellt der TUS den Asylbewerbern freitagnachmittags eine Halle zum Basketballtraining zur Verfügung. Seit kurzem könnten sie auch den Kraftraum nutzen – eventuell bald auch die Halle am neuen Gymnasium, berichtet Fontana.

Philipp Baksunovic, Leiter der Abteilung Basketball, begrüßt die sportliche Integrationsmaßnahme und stellt die Halle gerne zur Verfügung. So hätten die Asylbewerber durch das wöchentliche Training eine feste zeitliche Struktur zur Orientierung. Die Ehrenamtlichen motivieren die Asylbewerber dazu, regelmäßig zum Training zukommen, erklärt Franz Lutje, Koordinator des Helferkreises. Das Ganze sei „kein Selbstläufer“, betont er.

Integration durch Sport und Sprache

Christoph Schmid (CSU), Mittelsmann zwischen Gemeinde und TUS, zeigt sich vollauf begeistert. In der letzten Bauausschusssitzung unterrichtete er seine Kollegen von der Zusammenarbeit des TUS und des Helferkreises. Für den Anfang hätte man den Asylbewerbern einen ausgemusterten Trikotsatz zur Verfügung gestellt sowie gebrauchte Basketballschuhe organisiert. „Sie waren total gerührt“, berichtete Schmid.

Bürgermeister Olaf von Löwis merkte an, dass Sport ein gutes Integrationsmittel sei. Beim gemeinsamen Spiel treten zunächst keine Sprachbarrieren auf. Die Spieler können sich menschlich einander annähern. Nichts schweißt schließlich stärker zusammen als Teamgeist. Für Franz Lutje stelle der Sprachkurs trotzdem den wichtigsten Bestandteil der Integration dar. Beide Angebote würden einander sinnvoll ergänzen.

Paolo Fontana vom TUS Holzkirchen zeigt sich durchaus „zufrieden und glücklich“ mit den ersten Laufversuchen der sportlichen Integrationsmaßnahmen. Vergangenes Wochenende waren die Asylbewerber schon zum großen „3on3 Basketball Tournament“ in die Batusa-Halle geladen. Mitgespielt haben sie diesmal noch nicht, da sie die Sportart und Regeln zuerst noch mehr verinnerlichen müssen, erklärt Fontana. Aber das kommt bestimmt noch.

Anmerkung der Redaktion:
In der ursprünglichen Version des Artikels sind wir missverständlicher Weise davon ausgegangen, dass das Bild der „3on3 Basketball Tournament“-Siegerehrung Holzkirchner Asylbewerber zeigt, die am Turnier teilgenommen haben. Das war nicht der Fall. Wir bitten dies zu entschuldigen.

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