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Eigentümer muss Abgrabungen beseitigen

Dürnbach: Aus für Asylbewerberhaus?

Von Rose Beyer

Steht das Dürnbacher Asylbewerberhaus vor dem Aus, bevor es richtig losgegangen ist? Geplant war eigentlich, dass mindestens zwölf Flüchtlinge einziehen sollen. Doch während das Landratsamt auf die Unterzeichnung des Mietvertrages wartet, erklärt der Eigentümer Peter Horst, er habe kein Problem damit diesen zu unterschreiben.

Schon Monate dauert das Verwirrspiel an. Den Verantwortlichen im Landratsamt reicht es nun. Sie fordern eine Entscheidung.

 Werden jemals Asylbewerber einziehen - das Landratsamt fordert eine Entscheidung
Werden jemals Asylbewerber einziehen – das Landratsamt fordert eine Entscheidung

Eigentlich sollten schon längst Asylbewerber in Dürnbach eingezogen sein. Doch schon seit Monaten stocken die Verhandlungen zwischen dem Eigentümer des Hauses und dem Landratsamt. Dabei gab es sogar schon eine Informationsveranstaltung, in der die Vorbehalte gegenüber den neuen Nachbarn gemindert werden sollten.

Interesse vorhanden

Doch seitdem hat sich in dem Haus in der Mühltalstraße 16 wenig getan. Auf dem Grundstück hingegen führte der Besitzer Peter Horst einige Grabungen durch. Da diese für die Unterbringung der Asylbewerber jedoch nicht nötig waren, stoppte das Landratsamt zwischenzeitlich die Arbeiten, da dort grundsätzlich eine Veränderungssperre herrscht. Offenbar hatten sich einige Nachbarn beschwert.

Unterdessen ist die Mietsituation weiterhin ungeklärt. „Wir warten derzeit auf eine Antwort des Vermieters auf unsere Anfrage, ob er überhaupt noch Interesse hat“, erklärt Pressesprecherin Gabriele Dorby. Offenbar könne sich der Eigentümer nicht festlegen, ob eine Vermietung an das Landratsamt erfolgen soll. „Wir haben aber grundsätzlich weiterhin Interesse,“ beteuert Dorby.

Die Behörde ist darauf angewiesen, dass ihnen Unterkünfte von den Bürgern angeboten werden. Denn der Landkreis ist zur Aufnahme der Asylsuchenden verpflichtet. Durch einen bestimmten Verrechnungsschlüssel ergibt sich die Zahl der Menschen, die über den Bund auf Bayern und auf die Landkreise verteilt werden. „Im Jahr 2014 haben wir 200 weitere Personen unterzubringen“, fährt Dorby fort.

LRA braucht Planungssicherheit

Wie und wo die Menschen untergebracht werden, bleibt zum Schluss dem Landkreis überlassen. Warum der 57-Jährige Hauseigentümer jedoch bis heute noch nicht den ihm vorgelegten Mietvertrag unterzeichnet hat, so dass das Landratsamt nicht die Möglichkeit hat, Asylbewerber in seinem Anwesen unterzubringen, ist nicht bekannt. Horst selber gibt auf Nachfrage nur die Antwort: „Ich habe kein Problem damit.“

Eine Entscheidung ist damit allerdings trotzdem noch nicht gefallen und zu weiteren Auskünften war der Eigentümer heute nicht bereit. Die Hängepartie geht damit also weiter. Seit vergangenem September sind die Pläne um die geplante Unterkunft nun bekannt.

Erst stellten Anwohner Bedingungen an das Amt. Jetzt hängt alles am nicht unterzeichneten Mietvertrag. Lange will die Behörde sich diesen Zustand allerdings nicht mehr ansehen. „Wir werden in den nächsten Wochen eine Entscheidung einfordern, um die nötige Planungssicherheit zu haben“, so die Pressesprecherin abschließend.

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