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“Auf alle Fälle wäre es billiger das ehemalige Hallenbad in Tegernsee abreißen zu lassen!”

Von Redaktion

Das Medius-Gebäude im Innern. Quelle: www.tegernsee.com

Das ehemalige Hallenbad Tegernsee, in dem sich derzeit das Medius Fitnesscenter sowie das Kurmittelhaus befindet, schreibt auch Jahre nach seiner Stilllegung weiter tiefrote Zahlen.

Dies wurde wieder deutlich als Norbert Kruschwitz, Direktor der Tegernseer Kur- und Versorgungsbetriebe (TKV), den Jahresabschluss 2009 präsentierte. Mit insgesamt 287.712 Euro belastet das Gebäude im Kurpark im abgelaufenen Geschäftsjahr die Bilanz der TKV und damit indirekt den Haushalt der Stadt Tegernsee.

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In dieser Summe sind zwar auch Abschreibungen in Höhe von 117.000 Euro enthalten. Gleichzeitig “Erwirtschaftet” der Weiterbetrieb des 40 Jahre alten Gebäudes aber auch einen operativen Verlust von gut 170.000 Euro. Auf Nachfrage hat uns ein mit der Thematik befasster Insider seine kurze Einschätzung gegeben. Die Person möchte namentlich nicht genannt werden:

Nach der Schließung des Hallenbads Anfang 2004 wurde das Dach neu gemacht und das Gebäude umgebaut. Die Kosten hiervon trugen die Tegernseer Kur- und Versorgungsbetriebe. Dieser Vorgang wurde damals als “Lösung des Defizitproblems Hallenbad” bezeichnet. In der Rückschau ist das ein Hohn.

Aus diesen Baumaßnahmen ergeben sich nun die Abschreibungen, das operative Defizit ergibt sich aus den laufenden Unterhaltskosten, die für das marode und schlecht isolierte Gebäude sehr hoch sind.

Das Defizit rührt aus der Differenz Gebäudeunterhalt/Verpachtung her, so daß ein Abriß die weitaus billigere Lösung wäre. Das Finanzamt erkennt diesen Verlust nicht als Betriebsausgabe an, er kann steuerlich also auch nicht mit den Gewinnen des E-Werks verrechnet werden.

Die Fragen, die man sich in dieser Situation stellen kann: Warum tut die TKV so etwas? Wo liegt der tiefere Sinn dahinter weiterhin ein Gebäude zu betreiben, welches dauerhaft Verluste einfährt? Warum verzichtet die Stadt Tegernsee auf soviel Geld?

Bei der Seesauna kann man die defizitäre Situation ja noch verstehen. Aber beim Medius ist die Wirksamkeit für den Tourismus sehr gering, da die meisten Gäste aus der näheren Umgebung des Tegernseer Tals kommen werden. Damit kann man überspitzt sagen: Die Stadt Tegernsee subventioniert die Mitgliedschaft und die Trainingsmöglichkeiten in einem Fitnessstudio mit 170.000 Euro pro Jahr.

Und jetzt sagt nochmal einer, dass die Stadt nichts für die Bürger tut.

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