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Gemeinde plant Straßen-Neubau

Auf der Buckelpiste nach Wettlkam

Von Lydia Dartsch

Den „Buckelpisten-Highway“ nennen die Otterfinger aus Wettlkam und Bergham die Straße zwischen den beiden Ortsteilen. Aber es ist nicht liebevoll gemeint, wenn sie das sagen. Eher zynisch und resigniert. Das soll sich ändern – am liebsten noch heuer.

Die Buckpiste zwischen Wettlkam und ... ist unter Einheimischen schon berüchtigt.
Die Bucklpiste zwischen Wettlkam und Bergham ist unter Einheimischen schon berüchtigt.

„Fahren Sie mal drüber, dann sehen Sie schon, wie die Straße aussieht“, sagt der Betreiber einer Pension im Ortsteil Wettlkam. Mehr will er über die Straße zwischen Bergham und Wettlkam nicht sagen.

Max Klaus, Inhaber der Reitsportanlage Wettlkam, berichtet dazu ein bisschen mehr. Seit Jahren fährt er einen Umweg, wenn er in den anderen Ortsteil möchte, sagt er. Das macht etwa die doppelte Strecke aus: Also doppelt Zeit, doppelt Sprit fürs Auto und doppelt Geld.

Die Straße ist einfach kaputt und muss neu gebaut werden.

sagt Otterfings Bürgermeister Jakob Eglseder auf unsere Anfrage. An Sanieren ist nicht mehr zu denken: „Man muss schon vom Fahrrad absteigen, um die Straße zu nutzen“, sagt er. Seit 25 Jahren wisse man von den Schäden an der Straße. Getan hat sich bislang jedoch noch nichts.

Immer wieder sei etwas an der Straße repariert worden, berichtet Max Klaus. In den vergangenen Jahren aber immer weniger. Der Zustand der Straße habe sich immer mehr verschlechtert, bis sie für ihn schließlich unbefahrbar wurde.

Verhandlungen mit Grundstückbesitzern

Jakob Eglseder würde daran gerne schnell etwas ändern – am liebsten noch dieses Jahr: Rund 800.000 Euro sind heuer für den Neubau der Straße im Haushalt eingeplant. Einen Plan gebe es bereits. Dieser verläuft so wie die bestehende Straße, sagt Eglseder.

Ein zweiter Plan wird derzeit ausgearbeitet: „Da stehen wir noch mit den betroffenen Grundstücksbesitzern in Verhandlungen“, so der Bürgermeister. Zudem gibt es Gespräche mit der Straßenbau-Behörde Rosenheim und der Regierung von Oberbayern: „Da geht es um Zuschüsse für den Bau“, sagt er.

„Heuer wär‘ schon schön“

Doch ob die Gemeinde noch heuer mit dem Neubau loslegen kann: Da zeigt sich Bürgermeister Egsleder hoffnungsvoll, aber skeptisch. Man werde noch mehrere Verhandlungen mit den Grundstücksbesitzern haben, bis das geklärt ist, sagt er.

Über die Flächen und den angedachten Verlauf der Alternativroute, sagt er vorerst nichts, um die Verhandlungen nicht zu gefährden. Auch der Gemeinderat sei damit befasst. Aber noch nicht-öffentlich. Bleibt für die Otterfinger in Bergham und Wettlkam die Hoffnung, dass man sich bald einigt und dass die Straße endlich angepackt wird: „Wenn da heuer schon was dran gearbeitet würde, wäre das schön“, sagt Max Klaus.

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