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Der Christbaumkauf in und um Holzkirchen

Auf der Jagd nach der besten Tanne

Alle Jahre wieder kommt das Christkind. Und das legt seine Geschenke am liebsten unter einen schönen Christbaum. In den letzten zwei Wochen vor Weihnachten beginnt sie deshalb wieder, die Jagd nach der besten Tanne. In Holzkirchen kriegt man sie überall: am Baumarkt, auf dem Bauernhof oder sogar in einem Garten.

Jeder Christbaumverkäufer in Holzkirchen tickt anders. Familie Schramm verkauft Bäume im eigenen Garten.
Jeder Christbaumverkäufer in Holzkirchen tickt anders. Familie Schramm verkauft Bäume im eigenen Garten.

Die Christbaumverkäufer in Holzkirchen sind für Weihnachten gut gewappnet. Ihre Buden und Bäume stehen bereit. Letztes Wochenende war es bei den meisten noch ruhig, doch jetzt geht man in Stellung für die kommenden Wochenenden. Die „Weihnachtsbaum-Torschlusspanik“ setzt bei den meisten schon langsam ein, schmunzelt der Holzkirchner Christbaumverkäufer Wilhelm Schramm.

Mit seiner Frau Annemarie und seinem Sohn Florian verkauft er bereits das siebte Jahr in Folge Christbäume. Und das in seinem eigenen heimischen Garten in der Karl-Stieler-Straße. Rund 200 ausgewählte Nordmann-Tannen aus Bayern bietet er seitdem jedes Jahr an. Viele sind hier inzwischen Stammkunden.

Denn bei Schramms winken, nachdem das schmucke Stück gefunden wurde, auch Glühwein und selbstgebackene Plätzchen im Gartenhäuschen. Da schlagen nicht nur die Kinderherzen aus dem umliegenden Wohngebiet höher, sondern auch die der Eltern. „Den Baum ohne Auto zu holen, ist jedes Jahre wieder ein tolles Erlebnis“, meint eine junge Mutter.

Holzkirchner Christbaumreviere

Landwirt Richard Reimann gehört zu den festen Holzkirchner Christbaumgrößen. Schon seit April beschäftigt er sich mit Nordmann-Tanne, Zwirbelkiefer und Blaufichte aus heimischer Forstwirtschaft – und wählt die schönsten zum Verkauf aus. Entweder deckt man sich auf seinem Hof in Föching mit einem Baum ein oder am Verkaufsstand am HEP-Kreisverkehr. In der Vorweihnachtszeit wäre er immer auf Achse, erklärt Reimann. Jetzt müsse er beispielsweise der Realschule einen Christbaum vorbeibringen.

Auch sonst sind die „Reviere“ der Christbaumverkäufer in Holzkirchen gut abgesteckt. In der Tölzer Straße vor dem „Fruchthaus“ verkauft Gabi Bichlmeier. Nur rund vierzig Bäume stellt sie ihrer Stammkundschaft zur Auswahl. Sie freue sich aber auch immer über neue Kunden, meint sie. Auch die Bichlmeiers bieten einen besonderen Service. Kunden können hier ihren Christbaumständer vorbeibringen und den Baum auswählen. „Mein Mann liefert ihn dann frei Haus.“, erklärt Sie.

Beim Christbaumverkauf auf Richard Reimanns Hof in Föching müssen alle mit anpacken. Auch die Kleinsten.
Beim Christbaumverkauf auf Richard Reimanns Hof in Föching müssen alle mit anpacken. Auch die Kleinsten.

In der Tegernseer Straße verkauft der Zimmerer Anton Huber ebenfalls Christbäume. Ansonsten wird der Holzkirchner auch im Industriegebiet fündig: günstigere Bäume gibt es beim Baumarkt oder auf den Parkplätzen der Discounter. Wer sich am Wochenende nach Glühwein und Punsch auf den Christkindlmärkten in Holzkirchen, Föching und Valley noch rüstig genug fühlt, kann auch hier noch einen Baum erstehen.

Trend: Bäume selbst schlagen

Für diejenigen, die den Christbaumverkauf mit einem kleinen Ausflug verbinden wollen, bieten sich auch die Verkaufsstellen in Palnkam, am Kurzenberg oder am Gasthof Kreuzstraße an. Auch eine Fahrt auf das Gut Rauchenberg oder zum Bergtierpark Blindham bei Aying lohnt sich für die ganze Familie. Hier kann man die gewünschte Tanne selber schlagen.

Der Bund Naturschutz rät besonders zu ungespritzten Bäumen. Am letzten Wochenende vor Weihnachten kann man auf dem Horthof der Familie Sappl in Roggersdorf seine Tanne selbst fällen. Diese stammt dann aus der regulären Waldpflege der Sappls. Auch Johann Kappelsberger bietet in Dietramszell ungespritzte Tannen zum Selbstfällen an. In jedem Fall haben die Holzkirchner dieses Jahr wieder die Qual der Wahl: Wo kaufe ich bloß meinen Christbaum?

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